18. Mitteldeutsches Energiegespräch
am 24. September 2019 in Leipzig

18. Mitteldeutsches Energiegespräch am 24. September 2019 in Leipzig

Leipzig – Stadt der Zukunft – Die Wärmewende

Leipzig steigt auf der Grundlage eines Zukunftskonzeptes, das Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit, Umweltverträglichkeit und Akzeptanz in der Stadt zugrunde legt, aus der braunkohlebasierten Fernwärmeversorgung aus.

Damit macht Leipzig Tempo auf dem Weg in die Stadt der Zukunft. Das ist beispielhaft für Mitteldeutschland, aber auch darüber hinaus.

Aus diesem Anlass lädt Sie das Mitteldeutsche Energiegespräch zu einem “MDEG – Spezial“ ein, um mit Ihnen zu analysieren und zu diskutieren, welche Fragen und Antworten sich bei der Gestaltung der Wärmewende in Leipzig ergeben, wie klimafreundliche Fernwärme-Versorgung zu organisieren sein wird, welche Rahmenbedingungen zur Finanzierbarkeit vorliegen, und wie die Bürger der Stadt informiert werden und sich einbringen können.

Podiumsgäste:

Karsten Rogall, Geschäftsführer der Stadtwerke Leipzig GmbH 

Dr. Maik Piehler, Geschäftsführer der Stadtwerke Leipzig GmbH

Christian Güthert, Bereichsleiter Unternehmensentwicklung der Stadtwerke Leipzig GmbH 

Dr. Marcel Zürn, Sector Head Energy, Landesbank Baden-Württemberg, Stuttgart

Moderation:

Rainer Otto, Geschäftsführer Vi-Strategie GmbH  

Zeit: 24. September 2019, 19:00 Uhr (Einlass: 18:00 Uhr)

Ort: Club International (Meyersche Villa), Käthe-Kollwitz-Straße 115, 04109 Leipzig

Thema: Leipzig – Stadt der Zukunft – Die Wärmewende

Nähere Einzelheiten zum Gespräch sowie den organisatorischen Ablauf entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Diesen können Sie HIER ansehen.

Weitere Informationen zur Gesprächsreihe finden Sie bitte auch auf www.mitteldeutsches-energiegespräch.de.

Für die freundliche Unterstützung des 18. Mitteldeutschen Energiegesprächs danken die Organisatoren:

Der zentrale Erkenntnisgewinn besteht darin, dass Mitteldeutschland bereits eine Fülle von unterschiedlichen Akteuren und eine sich hieraus ergebende Innovationskraft besitzt.

Referenten der EAST Energy And Storage Technologies am 16./17.09.2019 in Erfurt (1): Vortrag über den Kompetenzatlas zu Chancen und Entwicklungen grüner Gase in Mitteldeutschland

Der zentrale Erkenntnisgewinn besteht darin, dass Mitteldeutschland bereits eine Fülle von unterschiedlichen Akteuren und eine sich hieraus ergebende Innovationskraft besitzt.

Christian Bender: Auch im Bereich der Energiespeicher hat Mitteldeutschland bereits einige Kompetenzträger vor Ort.

Am 16./17. September 2019 startet die erste EAST Energy And Storage Technologies exhibition & conference im CongressCenter der Erfurter Messe. In loser Folge interviewt im Vorfeld AKTUELLES Redner, die in den verschiedenen Workshops mit ihren Themen zum Gelingen der EAST beitragen.

Heute gelten die Fragen Christian Bender, der im Workshop Finanzierungen, Start-ups, rechtliche Rahmenbedingungen, internationale Zusammenarbeit Gase über den aus Anlass des 17. Mitteldeutschen Energiegespräches derzeit erstmals vorgelegten Kompetenzatlas “Die Gaswirtschaft im 21. Jahrhundert – Chancen und Entwicklungen grüner Gase mit dem Fokus auf Mitteldeutschland”, einer Kurzstudie mit deskriptiver Beschreibung künftiger Infrastrukturentwicklungen, berichtet.

Herr Bender, Sie haben an der Universität Hamburg Sozialökonomie und an der Universität Leipzig Volkswirtschaftslehre studiert. Ihre Schwerpunktfächer waren hierbei Finanzpolitik und Wirtschaftspolitik. Wie kam es zu dieser Wahl?

Während meines Studiums in Hamburg und Leipzig habe ich gemerkt, dass Wirtschaftspolitik uns alle betrifft: Mit dem Nachhall der Finanzkrise von 2009, der aufkommenden Eurokrise und der sich daraus ergebenden Schuldenkrise war zwar klar, dass staatliches Eingreifen erforderlich ist. Dessen Umfang und Richtung war jedoch Gegenstand einer mitunter hitzigen Diskussion. Dies fasziniert mich bis heute. Insbesondere die Finanzpolitik ist hierbei hervorzuheben. Neben dem allokativen Charakter hat mich bereits früh die distributive Komponente interessiert. Die Art und Weise, wie beispielsweise Steuersysteme oder Konjunkturprogramme ausgestaltet sind, prägen die Einkommens- und Vermögensverteilung massiv. Dies hat wiederum Auswirkungen auf alle Bürgerinnen und Bürger und beeinflusst diese in Ihrem Alltag.

Seit Februar 2019 sind Sie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kompetenzzentrum für kommunale Infrastruktur Sachsen (KOMKIS) an der Universität Leipzig.

Wo liegen ihre Forschungsschwerpunkte?

Meine derzeitigen Forschungsschwerpunkte liegen in der kommunalen Verkehrsinfrastruktur, wie auch im Bereich der Kommunalfinanzen.

Dies ist jedoch nur ein Teilaspekt der Arbeit am KOMKIS. Wir beschäftigen uns unter anderem mit Demografieentwicklungen, der Digitalisierung, Fördermittelprogrammen, der Vergabepraxis, interkommunaler Kooperation und kommunaler Infrastrukturbeschaffung.

Gegenwärtig, mit dem Braunkohle-Ausstieg, hat die Infrastrukturentwicklung zusätzliche Präferenz erhalten. Inwieweit ist man aus Ihrer Sicht vor Ort für die anstehenden Aufgaben gerüstet.

Die Ausgestaltung der öffentlichen Infrastruktur ist seit jeher ein neuralgischer Faktor. Dabei ist dies ein Sammelbegriff für unterschiedliche öffentliche Leistungen, wie beispielsweise der Schul- und Kitainfrastruktur, Digitalisierung und smarter Infrastruktur, oder auch der Verkehrsinfrastruktur.

Dies sind Themen, welche wir überdies am KOMKIS bearbeiten.

Für die Braunkohleregionen bedeutet der Ausstieg einen tiefgreifenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel. Diesen gilt es zu gestalten. Von der Wirtschaftsförderung, über die öffentliche Daseinsvorsorge bis hin zur Ausweitung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und überregionalen Kooperationen sind die Vorschläge heterogener Natur.

Die Herausforderung besteht darin, all diese Maßnahmen aufeinander abzustimmen und für die Region ein tragfähiges und sofern möglich ein konsensorientiertes Modell zu entwickeln.

Sie sind federführend an der Erstellung des erstmals vorgelegten Kompetenzatlasses “Die Gaswirtschaft im 21. Jahrhundert – Chancen und Entwicklungen grüner Gase mit dem Fokus auf Mitteldeutschland”, einer Kurzstudie mit deskriptiver Beschreibung künftiger Infrastrukturentwicklungen, beteiligt, was ist in wenigen Worten Ihre Erkenntnis?

Der zentrale Erkenntnisgewinn besteht darin, dass Mitteldeutschland bereits eine Fülle von unterschiedlichen Akteuren und eine sich hieraus ergebende Innovationskraft besitzt. Es bedarf jedoch einer bundeslandübergreifenden, verstärkten Kooperation und Vernetzung.

Der erstmalig erstellte Kompetenzatlas wird durch Sie zur EAST Energy And Storage Technologies exhibition & conference im Workshop Finanzierungen, Start-ups, rechtliche Rahmenbedingungen, internationale Zusammenarbeit der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Wo sehen Sie hierbei die Parallelen zur Energiespeicherthematik und welche Impulse können Sie vermitteln?

Auch im Bereich der Energiespeicher hat Mitteldeutschland bereits einige Kompetenzträger vor Ort. Ob die Energiewende gelingen kann, wird nicht zuletzt dadurch determiniert, inwieweit Energiespeicherproblematiken gelöst werden können. Hierzu ist es notwendig, wirtschaftliche Rahmenbedingungen entsprechend dergestalt zu setzen, dass einerseits Forschung und Entwicklung gefördert und andererseits die Umsetzung in den Markt vorangebracht werden kann.

Erstmals wird für den mitteldeutschen Raum eine Kurzstudie mit deskriptiver Beschreibung künftiger Infrastrukturentwicklungen
(Kompetenzatlas) erarbeitet und in diesem Monat vorgelegt. Unter technologischen, versorgungs-, und umweltpolitischen Gesichtspunkten werden gegenwärtige Neuerungsprozesse beschrieben. Dies ist relevant, um die Kompetenzen Mitteldeutschlands im Bereich der Forschung zu innovativen grünen Gasen und Wasserstoff einordnen zu können. Die Studie steht kurz vor Fertigstellung. Über sie soll zur EAST informiert werden. Federführend um Christian Bender sind als weitere Autoren Stefan Bergander, Projektmanagement HYPOS e. V., Jana Liebe, Geschäftsführerin ThEEN, Rainer Otto, Geschäftsführer Vi-Strategie GmbH, Lukas Rohleder, Geschäftsführer energy Saxony e. V., Dr. Oliver Rottmann, Geschäftsführender Vorstand Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e. V. an der Universität Leipzig und Ann-Christin Stück, Projektleiterin Vi-Strategie GmbH, tätig.

Kurzvita

Akademische Bildung

08/2018 – 12/2019 

European Studies Erasmus Program

Norwegian University of Science and Technology, Norwegen
Inhalt: Governing Europe, Contesting Europe, European Economic Policy

10/2016 – 02/2019  

Studium der Volkswirtschaftslehre (Economics)
Abschluss: Master of Science, Schwerpunkt: Economic Policy (M.Sc.)

Universität Leipzig, Deutschland; Schwerpunktfächer: Finanzwissenschaft, Wirtschaftspolitik, Ökonometrie; Thesis: Austerität und Ungleichheit in Europa – Eine Finanzpolitische Analyse

10/2013 – 07/2016  

Studium der Sozialökonomie Abschluss : Bachelor of Arts (B.A.)

Universität Hamburg, Deutschland; Schwerpunktfächer: Wirtschaftspolitik, Geld- und Finanzpolitik; Thesis: Eine Analyse eines Trennbankensystems aus der Perspektive der NIÖ

08/2010 – 06/2013   

Abitur an den Berufsbildenden Schulen Winsen (Luhe), Berufliches Gymnasium Wirtschaft

Berufserfahrung

seit 02/2019

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kompetenzzentrum für kommunale Infrastruktur Sachsen (KOMKIS), Universität Leipzig

Forschungsschwerpunkte: Kommunalfinanzen, Kommunale Infrastruktur
Forschungsinteresse: Europäische Wirtschafts- und Fiskalpolitik

09/2017 – 10/2017 

Behörde für Wirtschaft, verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg (BWVI)

Grundsatzreferat Allgemeine Wirtschaftspolitik

10/2017 – 08/2018

Studentische Hilfskraft am Kompetenzzentrum für kommunale Infrastruktur Sachsen (KOMKIS), Universität Leipzig


projektrelevante Veröffentlichungen und Projekte (aktuelle Auswahl)

Rottmann, Oliver / Tyufekchieva, Kristina / Bender, Christian (2019): Liberalisation in Europe. Report for the rail, electricity and postal sectors in Germany, in: Bauby, Pierre (Edt.):

The effects of the liberalization of public services. Services of general interest. Study for the GUE.

16. Mitteldeutsches Energiegespräch
am 20. November 2018 in Leipzig

16. Mitteldeutsches Energiegespräch am 20. November 2018 in Leipzig

Energiewende – smart und innovativ

Tour d´Horizon über denkbare, mögliche und neue Geschäftsmodelle

Das 16. Mitteldeutsche Energiegespräch gibt eine Tour d´Horizon über denkbare, mögliche und neue Geschäftsmodelle der Integrierten Energiewende, die durch den disruptiven Charakter der stattfindenden Prozesse zahlreiche Chancen, aber auch Risiken bieten.

Durch die Digitalisierung wird die Integrierte Energiewende eine neue Dynamik entfalten. Die Frage ist, wer sich mit welchen Geschäftsmodellen am Energiemarkt der Zukunft behaupten wird. Dabei spielen Schnelligkeit, Mut und Kreativität eine entscheidende Rolle.

Auch die Kunden werden davon künftig immer mehr profitieren.

Diskutieren Sie mit Experten das Thema in angenehmer Atmosphäre.

Nähere Einzelheiten zum Gespräch sowie den organisatorischen Ablauf entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Diesen können Sie HIER ansehen.

Weitere Informationen zur Gesprächsreihe finden Sie bitte auch auf www.mitteldeutsches-energiegespräch.de.

Vi-Strategie GmbH würdigt durch Teilnahme sehr gute Zusammenarbeit mit Kompetenzzentrum

Die Eröffnungsrede hielt die Rektorin der Universität Leipzig Prof. Dr. Beate Schücking. Foto: R.O.

Prof. Dr. Dr. h.c. Karl-Heinz Paqué, ehemaliger Finanzminister (2002 – 2006) des Landes Sachsen-Anhalt, Vorsitzender der Friedrich-Naumann-Stiftung und Inhaber eines Lehrstuhls an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sprach in seinem Vortrag über “Neue Herausforderungen für den Staat: Finanzpolitik in einer Welt niedriger Zinsen”. Foto: R.O.

Keynote für die sich anschließende Podiumsdiskussion zum Thema “Herausforderungen der öffentlichen Finanzen in Deutschland” hielt die Finanzministerin des Freistaats Thüringen Heike Taubert. Foto: R.O.

Vi-Strategie GmbH würdigt durch Teilnahme sehr gute Zusammenarbeit mit Kompetenzzentrum

Lehrstuhl feiert 25-jähriges und blickt nur 5 Jahre voraus

Symposium zum Silberjubiläum der Etablierung der Finanzwirtschaft an der Universität Leipzig

 

Für den Geschäftsführer der Vi-Strategie GmbH, Autor dieses Blogs, war es ein “must be”, wie man es gern neudeutsch formuliert, der Einladung nach Leipzig zu folgen, denn diese kam vom Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V., eine der drei Säulen des Lehrstuhls Finanzwirtschaft, und damit einem langjährigen Partner der Vi-Strategie-Gruppe.

“Der Lehrstuhl Finanzwissenschaft an der Universität Leipzig”, so die Einladung, “einer der Gründungslehrstühle unseres Kompetenzzentrums, feiert am 2.11.18 sein 25jähriges Jubiläum. Dazu darf ich Sie herzlich zu einem Jubiläumssymposium einladen. Das Symposium findet am Freitag, d. 2. November 2018 in der Bibliotheca Albertina statt.”

Einladender war im Auftrag des “Jubilars” Dr. rer. pol. Oliver Rottmann, Dipl.-Volkswirt und Geschäftsführender Vorstand des Kompetenzzentrums (siehe AKTUELLES JAN ´18 05).

Mehr zum Lehrstuhl Finanzwirtschaft vermittelt übrigens die entsprechende Homepage.

Etwa 120 Damen und Herren, so die Einschätzung der Organisatoren, fanden sich in der altehrwürdigen Bibliotheca Albertina zu Ehren des 25-jährigen Bestehens des Lehrstuhls Finanzwissenschaft an der Universität Leipzig und damit zu Ehren des Lehrstuhlinhabers ein.

Auch, wenn Gastgeber Prof. Dr. Thomas Lenk auf die gute Auslastung des 200 Plätze umfassenden altehrwürdigen Raumes verwies, war es für den Autor dieser Zeilen ein wenig irritierend. Er hatte mehr Resonanz vermutet, denn immerhin 11.200 Absolventen, so der Gastgeber, und zudem 17 Promotionen und Habilitationen verzeichnet der Lehrstuhl auf der Habenseite, gleichfalls zahlreiche bedeutende Verpflichtungen auf Bundesebene.

Das ist bedauerlich, denn bei einem solchen Jubiläum bietet sich natürlich die Gelegenheit, die eigene fachliche Stärke des Lehrstuhls, verknüpft mit kreativen Impulsen für die Zukunft, über Mitteldeutschland hinaus zu kommunizieren.

Allerdings wurde dies auch in der Festrede deutlich, die mehr den Charakter einer sachlichen Bestandsaufnahme als einer innovativen, strategischen Vorausschau glich und lediglich die Entwicklung der nächsten 5 Jahre widerspiegelte.

Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking (Bild) ging in ihrer Eröffnungsrede auf die gesellschaftspolitische Dimension dieses Jubiläums ein. Wissenschaftliche Fundierung politischer Entscheidungen, Brückenbauer zwischen politischer Praxis und Forschung, Allokation und Verteilung von finanziellen Mitteln, “Kunst des Interessenausgleichs”, kurzum Finanzpolitik versus Gesellschaftspolitik waren dabei die Stichworte.

Leider konnte sie, wie auch weitere Vortragende, nicht lange am Symposium teilnehmen.

Ein Blick auf das Programm, sieht man von der Podiumsrunde ab, machte deutlich, dass das Symposium mehr einen mitteldeutschen Charakter aufwies, wiewohl beispielsweise der vom Autor hochgeschätzte Jasper von Altenbockum (FAZ) sowie Hans-Günter Henneke (Deutscher Landkreistag) – beide Podiumsteilnehmer – ein wenig deutlich werden ließen, welche Chance die Veranstalter durch einen durchgängig breiter gewählten Fokus, über Mitteldeutschland hinaus, hätten erschließen können.

Zu Beginn der Podiumsdiskussion hatten sich bereits mehrere Teilnehmer, darunter ein im Auditorium weilender ehemaliger Finanzminister eines mitteldeutschen Bundeslandes und wie gesagt einige Vortragendende, in das Wochenende verabschiedet; es war Freitagnachmittag.

Begrüßung durch den Gastgeber Prof. Dr. Thomas Lenk. Foto: R.O.

Prof. em. Dr. Wolfgang Renzsch, ehemaliger Jean-Monnet-Lehrstuhlinhaber an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, sprach in seinem Vortrag “Zum Dilemma der Hochschulfinanzierung in Deutschland”, um, siehe Bild “Was tun?”, Impulse für einen gesellschaftlichen Disput zur Glättung des Missverhältnisses im bundesrepublikanischen Brain Train zwischen armen und meist ausbildungsstarken sowie reichen für Absolventen zielortorientierten Bundesländern vorzuschlagen. Fotos: R.O.

15. Mitteldeutsches Energiegespräch am 04. Juni 2018 auf Schloss Ettersburg (bei Weimar)

AKTUELL IM ANSCHLUSS AN DEN 8. THÜRINGER BREITBANDGIPFEL – 15. MITTELDEUTSCHES ENERGIEGESPRÄCH AM 04. JUNI 2018 AUF SCHLOSS ETTERSBURG 

Energiewende – Zukunft Breitband?

Ziel 2025: Gigabit-Gesellschaft – Eine “fortgeschrittene Informationsgesellschaft, die vollständig von Informations- und Kommunikationstechnik durchdrungen ist”

Das 15. Mitteldeutsche Energiegespräch widmet sich dem Thema Breitband als wichtigem Faktor einer zukunftsfähigen Wirtschafts- und Versorgungsstruktur und reflektiert den 8. Thüringer Breitbandgipfel vom gleichen Tag in Erfurt.
“Wir gestalten den Weg in die Gigabit-Gesellschaft mit höchster Priorität”, so heißt es hierzu im am 12. März 2018 unterschriebenen Koalitionsvertrag, “Deshalb wollen wir den flächendeckenden Ausbau mit Gigabit-Netzen bis 2025 erreichen.
Wir wollen den Netzinfrastrukturwechsel zur Glasfaser. Unser Ziel lautet: Glasfaser in jeder Region und jeder Gemeinde, möglichst direkt bis zum Haus.
Schulen, Gewerbegebiete, soziale Einrichtungen in der Trägerschaft der öffentlichen Hand und Krankenhäuser werden wir bereits in dieser Legislaturperiode direkt an das Glasfasernetz anbinden.

Dafür ist eine gemeinsame Kraftanstrengung von Telekommunikationsanbietern und Staat erforderlich. Wir gehen von einem öffentlichen Finanzierungsbedarf von zehn bis zwölf Milliarden Euro in dieser Legislaturperiode aus, die wir in einem Gigabitinvestitionsfonds verlässlich bereitstellen.

Hierfür werden wir die Erlöse aus der Vergabe der UMTS- und 5G-Lizenzen zweckgebunden bereitstellen und wollen bis 2021 im Haushalt sicherstellen, dass das Fördervolumen insgesamt erreicht wird.”

Diskutieren Sie mit Experten das Thema in angenehmer Atmosphäre.

Nähere Einzelheiten zum Gespräch sowie den organisatorischen Ablauf entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Diesen können Sie HIER ansehen.

Interessenkompatibilität sowie kluge Förderung organisieren und Kannibalismus verhindern

Dr. Oliver Rottmann ist seit 2009 Geschäftsführender Vorstand des Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V. an der Universität Leipzig. Als Autor des Verlags Vi-Strategie (siehe Autoren) zeichnet er mit für die bisherige Studien-Verlagsreihe verantwortlich. In Vorbereitung ist Heft 12 der Studienreihe, in dem die jüngste Delphi-Befragung des Kompetenzzentrums zum Stand der Elektromobilitätsstrategie der Bundesregierung vorgestellt wird.

Delphi-Befragung des Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V. an der Universität Leipzig vermittelt Meinungsbild zum Stand der Elektromobilitätsstrategie der Bundesregierung

Interessenkompatibilität sowie kluge Förderung organisieren und Kannibalismus verhindern (1*)

E-Mobilität kann nur in Gesamtheit konsistenter Energie-, Umwelt-, und Wirtschaftspolitik gedacht werden – Langfristige strategische Weichenstellungen seitens der Politik notwendig / Interview des Verlages Vi-Strategie

“Für eine schnelle Marktdurchdringung der Elektromobilität reichen die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen …nicht aus. Hier bedarf es neuer Anreiz- und Fördermechanismen und der Beseitigung bestehender regulatorischer Hemmnisse. Der Markterfolg von Elektrofahrzeugen steht durch internationale Marktentwicklungen nicht in Frage, was jedoch noch offen bleibt ist, ob und wie bei einem ´Weiter wie bisher´ die deutsche Automobilindustrie dann in diesem Markt aufgestellt bzw. etabliert sein wird.”, so heißt es in der jüngsten Delphi-Befragung des Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V. an der Universität Leipzig zum Stand der Elektromobilitätsstrategie der Bundesregierung. 

Das Ergebnis erscheint demnächst, voraussichtlich in Heft 12 der Studienreihe des Verlags Vi-Strategie und wurde zudem u. a. unterstützt von BDO AG, E.ON SE, Stromnetz Hamburg GmbH, mobileeee GmbH & Co.KG, Bayerischer Landesbank und DKB AG. Vorab bittet der Verlag Vi-Strategie unter der Rubrik AKTUELLES  Dr. Oliver Rottmann, Geschäftsführender Vorstand des Kompetenzzentrums, 3 Fragen zum Thema Elektromobilität zu beantworten.

Halten Sie das deutsche Ziel, ab diesem Jahr Leitmarkt für E-Mobilität zu sein, für realistisch?
Für einen Leitmarkt braucht es eine hinreichend ausgebaute Ladeinfrastruktur sowie eine leistungsfähige und in Relation zu konventionellen Fahrzeugen bezahlbare Produktpalette. Derzeit ist beides – bei allem sichtbaren Fortschritt – noch nicht gegeben. Auch sind deutsche Hersteller kaum in der Fertigung der Schlüsselkomponente, der Batteriefertigung, vertreten. Hier sind uns asiatische und amerikanische Produzenten weit voraus.

Werden neben den Automobilherstellern andere Marktakteure in der Elektromobilität substanziell aktiv werden können?
Beim Ausbau der Ladeinfrastruktur, im Bereich des Carsharing, aber auch ganz speziell im kommunalen Kontext werden Stadtwerke und Mobilitätsdienstleister eine substanzielle Rolle spielen. In der Vergangenheit waren diese Geschäftsfelder noch zu wenig rentabel. Mit einem stärkeren Ausbau der E-Mobilität kann dieser Markt stark wachsen. Besonders im städtischen Bereich wird die E-Mobilität im Fokus von Umweltschutz, Verkehrsoptimierung und wirtschaftlicher Stimulanz bedeutender werden.

Inwiefern spielt die Problematik der Feinstaubbelastung der E-Mobilität in die Hände?
Auch in Deutschland steigt der Druck auf Städte und Ballungszentren im Besonderen, den verkehrsbezogenen Umweltschutz zu stärken. Eine Balance zwischen Umweltschutz und Berücksichtigung von Bürger- und Wirtschaftsinteressen ist hierbei aber notwendig. Elektromobilität kann hier helfen, aber nicht als Selbstzweck wirken. Notwendig bleiben intelligente Konzepte, mit denen ökologische und ökonomisch sinnvolle Lösungen einhergehen. Beispielsweise reicht es im städtischen Kontext nicht aus, zusätzlich E-Autos auf die Straße zu bringen, sondern intelligent mit dem ÖPNV zu koppeln, um nicht am Ende den ÖPNV durch den Mobilisierten Individualverkehr zu kannibalisieren und das Verkehrsproblem zu erhöhen.

(*In loser Folge bittet der Verlag Vi-Strategie unter der Rubrik AKTUELLES Experten sowie Persönlichkeiten der Zeitgeschichte um Antwort zu wichtigen Fragen der Zeit. Gestartet wird heute mit einem Interview mit Dr. Oliver Rottmann, Geschäftsführender Vorstand des Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V. an der Universität Leipzig, zu wichtigen Ergebnissen einer jüngsten Delphi-Befragung seiner Institution zur Elektromobilität. Mehr zum Kompetenzzentrum, in dem Vi-Strategie GmbH Beiratsmitglied ist, ist unter http://www.kompetenzzentrum-uni-leipzig.de/  beziehungsweise http://www.kompetenzzentrum-uni-leipzig.de/beirat/nachzulesen.)

VÖB-Fachtagung zur
“Zukunft Infrastrukturentwicklung”

Geschäftsführer Vi-Strategie GmbH nimmt an Podiumsdiskussion teil

VÖB-Fachtagung zur
“Zukunft der Infrastrukturentwicklung”

Veranstalter: VÖB (Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands) , PWC und Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V. an der Universität Leipzig

Deutschland steckt im Investitionsstau. Der parteiübergreifende Ruf nach mehr Investitionen in Straßen, Netze und Bildung war auch im Bundestagswahlkampf 2017 nicht zu überhören.
Wie gelingt die gewünschte Investitionsoffensive? Brauchen wir einen “Juncker-Plan” für Deutschland? Sind die Kommunen mit ihrer Investitionskraft darauf vorbereitet?

Welchen Beitrag können smarte Infrastrukturen unter Einbeziehung von E-Mobilität leisten? Wie geht es mit der Energiewende und dem Breitbandausbau weiter?

Die VÖB-Fachtagung beschäftigt sich mit den fachlichen und politischen Rahmenbedingungen der Infrastrukturfinanzierung durch öffentliches und privates Kapital.
Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Vertreter/innen der Öffentlichen Hand, der Politik, Wissenschaft, Verbände, Banken, Wirtschafts- und Beratungsunternehmen.

Der Geschäftsführer Vi-Strategie GmbH nimmt im Workshop 3 (“Smarte Infrastrukturen – E-Mobility im kommunalen Kontext”) an der Podiumsdiskussion teil.

Termin: Dienstag, 21. November 2017

Ort: Bundesverband Öffentlicher Banken Deutschlands, VÖB, Berlin

Mehr zur VÖB-Fachtagung finden Sie bitte HIER.

Mehr zur Analyse des Infrastrukturbegriffs aus rechtlicher Sicht finden Sie bitte HIER.

Studie zum 13. Mitteldeutschen Energiegespräch

Studie zum 13. Mitteldeutschen Energiegespräch:
Kooperationen von EVU und Wohnungsunternehmen im Rahmen der Energiewende

Pünktlich im Vorfeld des 13. Mitteldeutschen Energiegespräches erscheint mit Heft 11 innerhalb der Studienreihe des Verlags Vi-Strategie eine wichtige Praxis orientierte Studie zum Podiumsthema.
Damit wird die konzeptionelle Breite in den Ansätzen bei der Erstellung der Studien deutlich. So flankiert die Studienreihe mit sehr guter akademischer Analyse und Aufbereitung die Podiumsthemen der Mitteldeutschen Energiegespräche und zeichnet damit über die Zeit ein Bild der Energiewende. Es entsteht ein Kompendium, eine wissenschaftliche Kommentierung ihrer einzelnen Facetten. Das belegen die bisherigen zehn Hefte, insbesondere das jüngste, sehr gut.

Allerdings ist der Fokus der Studienreihe mittlerweile weitergefasst. Experten sollen und wollen sich zu wichtigen Grundsatzfragen zu Wort melden. Die Studienreihe bietet hierfür die entsprechende Plattform, und ein erster indikativer Test in der öffentlichen Wahrnehmung macht breite Zustimmung im Rezipieren der bisherigen Studien deutlich.

In Heft 11 wird nunmehr ein klug-praxisorientierter Ansatz gewählt, um unter dem Blickwinkel von Energieeffizienz und Innovation die Kooperationsmöglichkeiten zwischen Energieversorgern und Wohnungsgesellschaften zu beschreiben.

Hier können Sie die Studie vorab lesen: 

© 2017 Verlag Vi-Strategie
48 Seiten, 6 Abbildungen, 5 Tabellen
25,00 € ISBN 978-3-946697-02-2

Weitere Studien

VI-STRATEGIE NIMMT TEIL AN DER DELPHI-BEFRAGUNG ZUM STAND DER E-MOBILITÄTSSTRATEGIE DER BUNDESREGIERUNG

VI-STRATEGIE NIMMT TEIL AN DER DELPHI-BEFRAGUNG
ZUM STAND DER E-MOBILITÄTSSTRATEGIE DER BUNDESREGIERUNG

Federführend durch das Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e. V. in Leipzig wird zurzeit eine Delphi-Studie zum Thema E-Mobilität, an der Vi-Strategie GmbH im Rahmen der Expertenbefragung beteiligt ist, erarbeitet.

Damit soll das Augenmerk auf die politische Diskussion in Deutschland gerichtet werden. Grundlage bildet die HIER beigefügte Ideenskizze. Der Fokus richtet sich auf die derzeit in Deutschland vorliegenden Rahmenbedingungen. Vergleiche zu politisch gänzlich anderen Ländern mit anderen institutionellen und politisch/regulatorischen Bedingungen führen vermutlich nur teilweise weiter, nicht zuletzt mit Blick auf die intendierte Beschleunigung des deutschen Weges.

Zukunftsperspektiven sollen mit dem Delphi-Studienansatz ebenfalls integriert werden, indem kompetente bzw. am E-Mobility-Prozess beteiligte Akteure in die Befragung einbezogen und entsprechende Handlungsfelder verdichtet werden.

Im Fokus der Bundestagswahl soll der deutsche Weg analysiert und dabei gerade auch auf neue mögliche Geschäftsmodelle, nicht zuletzt für regionale Unternehmen wie Stadtwerke oder Mobilitätsdienstleister, Bezug genommen werden.

Geplant ist zudem, möglichst an einem praktischen Beispiel die Ergebnisse der Delphi-Studie umzusetzen.

Studie zum 12. Mitteldeutschen Energiegespräch

Studie zum 12. Mitteldeutschen Energiegespräch:
Kommunale Haushalte unter dem Einfluss der Energiewende

Der Einfluss der Energiewende auf die finanzielle Situation kommunaler Haushalte hat als Thema mehr denn je die öffentliche Diskussion und damit auch die Wissenschaft erreicht.

Ging es in der Vergangenheit in wissenschaftlichen Abhandlungen häufig um die Auswirkungen der Energiewende auf Stadtwerke und die Notwendigkeit der Bildung von Netzwerken (siehe beispielsweise 3. Mitteldeutsches Energiegespräch: „Energiewende – Vernetzt oder Allein?“), so wird künftig noch mehr von großem Interesse sein, ob und wie die Energiewende auf die Haushaltssituation von Kommunen durchschlägt und ob sich kommunalwirtschaftliche Organisationsformen wie der Querverbund, der schon manche „Attacke“ aushalten musste, auch künftig bewähren können.
Hierbei trägt diese Fallstudie – und dem Kompetenzteam sei wiederum herzlich für die akribische Arbeit sowie die damit verbundenen Impulse gedankt – zu wichtiger Klarheit bei.

Hier können Sie die Studie vorab lesen: 

© 2017 Verlag Vi-Strategie
52 Seiten, 14 Abbildungen
25,00 € ISBN 978-3-946697-01-5

Weitere Studien