Um unseres Menschenbildes Willen … Wie der Wandel in eine freie digitale Gesellschaft gelingen kann – Herausforderungen für Politik, Unternehmen und Kirche

Um unseres Menschenbildes Willen …
Wie der Wandel in eine freie digitale Gesellschaft gelingen kann – Herausforderungen für Politik, Unternehmen und Kirche

“Nach dem Attentat in Halle”, so die Einladung zum gemeinsamen Empfang der Evangelische Landeskirche in Mitteldeutschland und der regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Mitteldeutschland unter oben genanntem Rahmenthema, “steht unsere Gesellschaft am Scheideweg: Soll die digitale Welt stärker der staatlichen Kontrolle unterworfen werden? Oder finden wir einen Weg, eine freie digitale Gesellschaft zu gestalten? Welche Grenzen gilt es zu schützen und welche roten Linien sind zu ziehen? Der digitale Wandel ist eine Herausforderung, die die Entscheider in Politik, Wirtschaft und Kirche vor immer neue – alte – Fragen stellt.”

Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt. FOTOS: RO

V. l. n. r.: Klemens Gutmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates der regiocom SE und Präsident der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalts, und Landesbischof Friedrich Kramer, Evangelische Kirche in Mitteldeutschland.

Die Evangelische Landeskirche in Mitteldeutschland und der Arbeitskreis Evangelischer Unternehmer in Deutschland fördern einen wechselseitigen Gedankenaustausch, um das Netzwerk zwischen der Landeskirche und ihren unternehmerisch tätigen Mitgliedern zu stärken.

Angekündigt war eine Diskussion zur beschleunigten Digitalisierung, insbesondere die Auswirkungen der KI. “Digitale Agenda und gelebte Praxis -Herausforderungen des digitalen Wandels an Politik, Unternehmen und Kirche” stand als Titel der ursprünglichen Einladung, aber die Ereignisse von Halle ließen stärker die Frage nach dem Menschenbild für eine freie digitale Gesellschaft in den Vordergrund rücken. Wegen der digitalen Thematik wurde für diese Veranstaltung in den Lichthof der regiocom SE in Magdeburg eingeladen. Knapp 30 Damen und Herren aus dem mitteldeutschen Raum kamen; die geringe Resonanz empfand der Autor dieser Zeilen ein wenig enttäuschend.

Mehr zur evangelischen Diskussion des digitale Wandels und der Herausforderungen bezüglich der KI kann man HIER nachlesen.

Die Diskussionsrunde mit

▪ Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt,

▪ Klemens Gutmann, Vorsitzender des Verwaltungsrates der regiocom SE und Präsident der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverbände Sachsen-Anhalts,

▪ Landesbischof Friedrich Kramer, Evangelische Kirche in Mitteldeutschland,

und als Moderator

▪ Friedhelm Wachs, stv. Vorsitzender des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer und Sprecher der regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Mitteldeutschland

machte auf herzlich-frische Art auf einzelne Facetten des Themas aufmerksam.

Ist der Mensch für sein Tun verantwortlich (MP Haseloff – aus katholischer Sicht ist der Mensch in seiner freien Entscheidung verantwortlich) oder nicht (Landesbischof Kramer – aus evangelischer Sicht ist der Mensch von Grund auf schlecht, aber dennoch für sein Tun nicht verantwortlich und durch die Annahme göttlicher Heilsverkündung läuterbar), brauchen wir in Sachen Digitalisierung einen menschlichen Weltethos (Friedhelm Wachs) und fungiert das Internet lediglich als Verstärker bestimmter Tendenzen (Klemens Gutmann) fixieren einige Höhepunkte der Diskussion. Den Organisatoren und Gastgebern ist für die Möglichkeit des Gedankenaustausches zu danken. Möge es auch künftig noch zahlreiche solche Veranstaltungen mit möglichst vielen Teilnehmern geben.

Diskussionsrunde unter Leitung/Moderation von Friedhelm Wachs, stv. Vorsitzender des Arbeitskreises Evangelischer Unternehmer und Sprecher der regionalen Arbeitsgruppe des AEU in Mitteldeutschland (re.)

Klemens Gutmann

„Die Gaswirtschaft im 21. Jahrhundert – Chancen und Entwicklungen grüner Gase mit dem Fokus auf Mitteldeutschland“

Studie zum 17. Mitteldeutschen Energiegespräch ab sofort im Verlag Vi-Strategie erhältlich

„Die Gaswirtschaft im 21. Jahrhundert – Chancen und Entwicklungen grüner Gase mit dem Fokus auf Mitteldeutschland“

Kompetenzatlas fasst erstmalig alle Akteure des mitteldeutschen Raums in einer Kurzstudie mit deskriptiver Beschreibung künftiger Infrastrukturentwicklungen zusammen

Gase werden in der Energieversorgung der Zukunft eine Rolle spielen. Bereits heute ist Erdgas der umweltfreundlichste fossile Energieträger. Erdgas stößt vergleichsweise wenig Treibhausgas und Feinstaub aus. Zudem kann der Energieträger Gas sukzessive emissionsärmer werden, wenn der Anteil von unter anderem Biogas, Wasserstoff oder synthetischem Erdgas erhöht wird. Technologien, wie Power-to-Gas, ergänzen die volatilen Energieträger aus Wind- und Solarstrom bereits heute und haben darüber hinaus noch viel Potenzial.

Insgesamt ist die Gaswirtschaft ein entscheidender Garant für die Sicherstellung der Energieversorgung der Bundesrepublik.

Klimaschutz-, energie- und wirtschaftspolitische Entwicklungspotenziale sind ebenso von Relevanz, wie die technologischen Neuerungsprozesse, die den zukünftigen Energiepfad für Mitteldeutschland vorgeben.

Die Studie zum 17. Mitteldeutschen Energiegespräch stellt somit folgende Leitfragen in den Vordergrund: Unter welchen Gesichtspunkten kann der Gassektor einen Beitrag zu den klima-, versorgungs- und technologiepolitischen Bedingungen der Energiewende und dem zukünftigen Energiesystem leisten? Wie ist der Gassektor in Mitteldeutschland aufgestellt? Um diese Fragen adäquat beleuchten zu können, werden die zukünftigen Entwicklungen der Gaswirtschaft und auch die Ergebnisse der Kommission für „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ betrachtet. Anschließend werden unter technologischen, versorgungs- und umweltpolitischen Gesichtspunkten gegenwärtige Neuerungsprozesse beschrieben. Dies ist relevant, um die Kompetenzen Mitteldeutschlands im Bereich der Forschung zu innovativen grünen Gasen und Wasserstoff einordnen zu können. In Folge dessen werden die Kompetenzen auf mitteldeutscher Ebene bundeslandbezogen aufgezeigt und beschrieben. Hieraus erwachsen Implikationen für die Gaswirtschaft, welche ebenfalls betrachtet werden.

An der Erstellung des Kompetenzatlasses haben der Energy Saxony e.V., Thüringer Erneuerbare Energien Netzwerk e.V., Metropolregion Mitteldeutschland e.V., HYPOS Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany e.V., Kompetenzzentrum für Öffentliche Wirtschaft und Daseinsvorsorge e.V., die VNG AG, Transmedial Design- & Kreativagentur und Vi-Strategie GmbH mitgewirkt.

Der Verlag Vi-Strategie bedankt sich an dieser Stelle herzlich bei den Autoren und Sponsoren der Studie zum 17. Mitteldeutschen Energiegespräch!

Ab sofort können Sie den Kompetenzatlas käuflich über den Verlag Vi-Strategie erwerben. Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an info@vi-strategie.com oder nutzen Sie das Kontaktformular des Verlages.

© 2019 Verlag Vi-Strategie
51 Seiten, 2 Abbildungen, 4 Tabellen
25,00 € ISBN 978-3-946697-03-9

Hier können Sie vorab einen Auszug der Studie lesen: 

Studie zum 17. Mitteldeutschen Energiegespräch

Studie zum 17. Mitteldeutschen Energiegespräch:

Die Gaswirtschaft im 21. Jahrhundert – Chancen und Entwicklungen grüner Gase mit dem Fokus auf Mitteldeutschland

Im Nachgang des 17. Mitteldeutschen Energiegespräches erscheint mit Heft 12 innerhalb der Studienreihe des Verlags Vi-Strategie eine wichtige Studie zur Gaswirtschaft im 21. Jahrhundert.

Damit wird die konzeptionelle Breite in den Ansätzen bei der Erstellung der Studien deutlich. So flankiert die Studienreihe mit sehr guter akademischer Analyse und Aufbereitung die Podiumsthemen der Mitteldeutschen Energiegespräche und zeichnet damit über die Zeit ein Bild der Energiewende. Es entsteht ein Kompendium, eine wissenschaftliche Kommentierung ihrer einzelnen Facetten. Das belegen die bisherigen elf Hefte sehr gut.

Allerdings ist der Fokus der Studienreihe mittlerweile weitergefasst. Experten sollen und wollen sich zu wichtigen Grundsatzfragen zu Wort melden. Die Studienreihe bietet hierfür die entsprechende Plattform, und ein erster indikativer Test in der öffentlichen Wahrnehmung macht breite Zustimmung im Rezipieren der bisherigen Studien deutlich.

In Heft 12 werden nunmehr die mitteldeutschen Kompetenzen in Bezug auf Chancen und Entwicklungen grüner Gase aufgezeigt. Hierbei wird beleuchtet, unter welchen Gesichtspunkten der Gassektor einen Beitrag zu den klima-, versorgungs- und technologiepolitischen Bedingungen der Energiewende und dem zukünftigen Energiesystem leisten kann. Weiterhin wird ausführlich dargestellt, wie der Gassektor derzeit in Mitteldeutschland aufgestellt ist.

Hier können Sie vorab einen Auszug der Studie lesen:  

© 2019 Verlag Vi-Strategie
51 Seiten, 2 Abbildungen, 4 Tabellen
25,00 € ISBN 978-3-946697-03-9

Weitere Studien

“In erster Näherung werden Batterien große Teile der individuellen Mobilität abdecken und in kleineren, dezentralen Energie-Anlagen, wie Solarzellen, die Pufferung und den Ausgleich von Lastspitzen im Bereich von Stunden bis wenige Tage übernehmen.”

“In erster Näherung werden Batterien große Teile der individuellen Mobilität abdecken und in kleineren, dezentralen Energie-Anlagen, wie Solarzellen, die Pufferung und den Ausgleich von Lastspitzen im Bereich von Stunden bis wenige Tage übernehmen.”

AKTUELLES-Interview mit Prof. Michael Stelter, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien
und Systeme (IKTS) Hermsdorf

Prof. Stelter bei seinem Einführungsvortrag zur EAST am 16.09.19 im CongressCenter der Messe Erfurt GmbH.

Am 16./17. September 2019 fand erstmals die EAST Energy And Storage Technologies exhibition & conference im CongressCenter der Erfurter Messe GmbH statt. In einer Keynote unter der Überschrift “Energiespeicher in Deutschland mit Fokus Mitteldeutschland – Status und Perspektiven” führte Prof. Michael Stelter, stellvertretender Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) Hermsdorf in die Thematik ein und stellte einen Bezug der zahlreichen mitteldeutschen Aktivitäten im Energiespeicherbereich zu einem weltweiten Gesamtzusammenhang her. AKTUELLES hatte Gelegenheit im Nachgang zur EAST mit Prof. Stelter nachfolgendes Interview hierüber zu führen.

Herr Prof. Stelter, Ihre Keynote zur EAST stand unter der Überschrift “Energiespeicher in Deutschland mit Fokus Mitteldeutschland – Status und Perspektiven”.

AKTUELLES hatte kürzlich Gelegenheit, an einer Pressefahrt zum Thema Energiespeicher in Thüringen teilzunehmen und dabei auch Ihr Institut kennenzulernen. Besteht denn eine Chance, in Sachen Energiespeicher in Thüringen beziehungsweise Mitteldeutschland an vorderster Stelle dabei zu sein?

Ja, diese Chance besteht definitiv. Im Bereich der Lithium-Batterien für die Elektromobilität entsteht in Mitteldeutschland gerade ein Cluster aus Zellherstellern, Abnehmern für die Zellen und Maschinenbauern, der in der Geschlossenheit der Wertschöpfungskette weltweit seinesgleichen sucht. Gemessen an der Produktionsmenge, stellt dieser Cluster die Megafabriken von Tesla weit in den Schatten. Das ist vielleicht noch nicht jedem klar. Ich möchte aber auch den Blick auf die kostengünstigen stationären Stromspeicher richten, gerade wenn sie nicht auf Lithium basieren. Andere Regionen haben diese Technologien und Anwendungen nicht so stark im Blick, Mitteldeutschland hat in diesem Bereich aber sehr gute Angebote. Diese Chance sollten wir nutzen.

Wie sollten die Weichen gestellt werden, dass wir von einer Energiespeicher-Region Mitteldeutschland sprechen können?

Zunächst einmal müssen wir uns wirklich als Region begreifen. Die Synergien aus starker Forschung und lokaler, vernetzter Wertschöpfung können nur gehoben werden, wenn wir länderübergreifend agieren können und dürfen. An dieser Stelle kann auch die Politik viel Gutes bewirken, indem sie die Rahmenbedingungen dafür setzt. Inhaltlich sollten wir uns intelligent spezialisieren. Neben den bereits erwähnten stationären Stromspeichern, die einen Schwerpunkt bilden sollten, sehe ich als Chance insbesondere die digitale Produktionstechnik. Batterieherstellung mit ihren vielen hundert Millionen Zellen pro Jahr braucht eine völlig neue Art von datengetriebener Fertigungstechnik und Qualitätssicherung. Gerade hier ist Mitteldeutschland führend, mit einem äußerst leistungsfähigen Sondermaschinenbau, mit der Sensorik und Photonik aus Thüringen und mit der Kompetenz bei IT, Algorithmen und großen Datenmengen. Und, nicht zu vergessen: Mitteldeutschland ist vom Strukturwandel im Energiesystem und in der Demografie auch selbst stark betroffen. Wir sind also auch eine potenzielle und sehr glaubwürdige Anwender- und Demonstrations-Region für die neuen Speichertechniken in der Mobilität und in den Energienetzen.

Gibt es denn in der Zusammenarbeit in der Region genügend Partner, die die ambitionierten Ziele erfolgreich mitgestalten können?

Ja, die gibt es. Ich bin selbst immer wieder erstaunt, wer in Mitteldeutschland im Speicherbereich schon alles aktiv ist, auf welch hohem Niveau diese Aktivitäten stattfinden und wie vollständig die Wertschöpfungsketten in vielen Fällen schon abgedeckt sind. Besser werden müssen wir aber sicherlich noch in der internen Vernetzung und im gemeinsamen Auftreten nach außen als Region. Deshalb freuen wir uns über Veranstaltungen wie die EAST, die genau dieses Zusammenfinden stimulieren.

Werden wir künftig mit einem geeigneten Speicher-Mix – ich blicke so auf 2040 und auf eine Studie, die für Thüringen und für diesen Zeitraum untersucht hat, ob die Deckung des Energiebedarfs in der Gesamtbilanz durch Erneuerbare Energien möglich ist – die vollständige Umstellung auf regenerative Energien realisieren können?

Technisch ist dies realisierbar, das Licht wird nicht ausgehen. Sowohl eine starke Absenkung des CO2-Ausstoßes, als auch ein vollständig CO2-neutrales Energiesystem sind mit heute absehbaren Technologien darstellbar. Wir brauchen keine nebulöse Science-Fiction-Innovation. Allerdings ist es enorm wichtig, sowohl für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen als auch für die Akzeptanz in der Bevölkerung, dass die Kosten, die mit diesem Umbau verbunden sind, im Rahmen bleiben oder durch anderweitige Vorteile ausgeglichen werden. Deshalb halte ich solch kostengünstige, einheimische Technologien wie die Natrium-Batterie für so entscheidend. Allerdings muss ich auch sagen: die Stromspeicher werden nicht im Alleingang das komplette Energiesystem retten.

Wir werden auch an neuen chemischen Energieträgern arbeiten müssen, zum Beispiel über Wasserstoff und die Power-to-X-Technik. Und wir werden in einigen Fällen auch unser Energie-Nutzungsverhalten hinterfragen müssen. Zum Beispiel werden wir sicher darüber nachdenken, erneuerbare Energien genau dann zu nutzen, wenn sie verfügbar sind, und nicht umgekehrt. Jahrtausende lang konnte ein Müller mit einer Windmühle nur mahlen, wenn der Wind wehte. Die Entwicklung der Menschheit hat durch diesen Umstand keinen messbaren Schaden genommen. Daher bin ich ganz zuversichtlich, dass das auch in Zukunft wieder ein lösbares Problem wird.

Wie sehen Sie in diesem Zusammenhang denkbare Konfigurationen in der Welt der Energiespeicher?

In erster Näherung werden Batterien große Teile der individuellen Mobilität abdecken und in kleineren, dezentralen Energie-Anlagen, wie Solarzellen, die Pufferung und den Ausgleich von Lastspitzen im Bereich von Stunden bis wenige Tage übernehmen. Für die längerfristige Speicherung großer Energiemengen brauchen wir chemische Systeme wie Wasserstoff und Redox-Flow-Zellen.

Auch die schwere Mobilität und Logistik wie LKW und der ÖPNV können sehr gut auf Wasserstoff umgestellt werden, da haben Batterien aus meiner Sicht keine Chance.

Keinen großen Beitrag sehe ich durch Pumpspeicher. Dort, wo es sie gibt, sind sie klasse und sollten unbedingt eingesetzt werden. Aber ihre Gesamt-Energiemenge ist, gemessen an den zukünftigen Speicherbedarfen, sehr klein und in vielen Regionen Deutschlands und der Welt gibt es schlicht und ergreifend keine Berge.

Das Ergebnis der EAST Energy And Storage Technologies wird kurzfristig in einem Thesenpapier zusammengefasst.

Zugleich erschien unmittelbar nach Abschluss der Tagung und im Vorfeld der Beratung des Klimakabinetts eine erste Zusammenfassung als Pressemitteilung, HIER zufinden.

Prof. Stelter “in Aktion” im Hermsdorfer Standort des Fraunhofer IKTS. Fotos: Rainer Otto

Eine 100%-tige Versorgung Thüringens mit Erneuerbaren Energien ist – bilanziell – bereits im Jahr 2040 möglich

Referenten der EAST Energy And Storage Technologies am 16./17.09.2019 in Erfurt (31): Vortrag über Thüringen 2040 – Der Einsatz von Speichertechnologien zur Deckung des Energiebedarfs in der Gesamtbilanz durch Erneuerbare Energien

Eine 100%-tige Versorgung Thüringens mit Erneuerbaren Energien ist – bilanziell – bereits im Jahr 2040 möglich

Prof. Dr. Viktor Wesselak: Die dafür notwendigen Voraussetzungen sind gar nicht so utopisch, wie dieses Ziel vielleicht klingen mag.

Am 16./17. September 2019 startet die erste EAST Energy And Storage Technologies exhibition & conference im CongressCenter der Erfurter Messe.

In loser Folge interviewt im Vorfeld AKTUELLES Redner, die in den verschiedenen Workshops mit ihren Themen zum Gelingen der EAST beitragen.

Heute gelten die Fragen Prof. Dr. Viktor Wesselak, der im Workshop Sektorübergreifendes Energiemanagement über Thüringen 2040 – Der Einsatz von Speichertechnologien zur Deckung des Energiebedarfs in der Gesamtbilanz durch Erneuerbare Energien berichtet.

Herr Prof. Wesselak, Ihr Vortrag zur EAST lautet “Thüringen 2040 – Der Einsatz von Speichertechnologien zur Deckung des Energiebedarfs in der Gesamtbilanz durch Erneuerbare Energien”.

Ist eine 100%-tige Versorgung Thüringens  mittels regenerativer Erzeugung in 2040 denkbar?

Eine 100%-tige Versorgung Thüringens ist – bilanziell – bereits im Jahr 2040 möglich. Die dafür notwendigen Voraussetzungen sind gar nicht so utopisch, wie dieses Ziel vielleicht klingen mag.

Allerdings soll dies nicht der Aufruf zu Autarkieträumen sein, sondern Thüringen muss seine geografische Lage dazu nutzen, um den Energieaustausch zwischen Nord und Süd sowie Ost und West zu managen – z.B. durch die Bereitstellung von Regelenergie.

Was sind die wesentlichen Erkenntnisse der vorliegenden wissenschaftlichen Studien hierzu?

Die erstaunlichste Erkenntnis dabei war, dass die Gesamtkosten einer bilanziellen Versorgung mit Erneuerbaren Energien und deren Bewirtschaftung mit unterschiedlichen Speichertechnologien nicht teurer sein müssen, als ein „weiter so“.

Hinzu kommt, dass ein deutlicher Ausbau der Erneuerbaren Energien viel Wertschöpfung zurück nach Thüringen holt.

Was muss dabei bedacht werden, um in den nächsten zwei Jahrzehnten ein solches Ziel zu erreichen?

Der Ausbau der Erneuerbaren Energien in dem erforderlichen Maß wird nur gelingen, wenn wir ihr substantiell Raum einräumen. Dies betrifft insbesondere die Windenergie.

Wie sehen Sie in diesem Zusammenhang die Aufgabe und möglicherweise eine Konfiguration der Energiespeicher.

Wir diskutieren im Zusammenhang mit PtX-Technologien chemische Speicher und neue Sekundärenergieträger und übersehen dabei manchmal das Naheliegende: Sensible Wärmespeicher als saisonale Speicher von Nutzenergie können einen großen Beitrag zur Energiewende liefern – Dänemark macht es vor!

“Sensible Wärmespeicher als saisonale Speicher von Nutzenergie können einen großen Beitrag zur Energiewende liefern” wie der am 19.09.2018 offiziell in Betrieb genommene in seiner Art größte europäische Energie- & Zukunftsspeicher der EVH GmbH. Foto: Vi-Strategie

Kurzvita

Prof. Dr.-Ing. Viktor Wesselak studierte an der Universität Erlangen-Nürnberg Elektrotechnik. Nach seinem Studium promovierte er am dortigen Institut für Regelungstechnik mit dem Schwerpunkt „leistungsoptimaler Betrieb von regenerativen Energiesystemen“. Nach seiner Promotion beschäftigte sich Viktor Wesselak gut 5 Jahre bei der Siemens AG in Erlangen mit regelungstechnischen Fragestellungen im Bereich Frequenzumrichter und Antriebstechnik, bevor er im September 2003 den Ruf auf die C3-Professur Regenerative Energiesysteme an der FH Nordhausen annahm. Seine Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen insbesondere in systemtechnischen Fragestellungen regenerativer Energiesysteme sowie auf allen Aspekten des elektrischen Energiesystems. Neben seiner Forschungs- und Lehrtätigkeit baute Prof. Wesselak zunächst den neuen Studiengang „Regenerative Energietechnik“ an der Fachhochschule Nordhausen und seit 2010 das Institut für Regenerative Energietechnik (in.RET) auf. Prof. Wesselak berät die Landesregierung in Fragen der Nachhaltigkeit und Energiewende, u.a. war er an der Erarbeitung der Studien „Energiemonitoring für Thüringen“ sowie „Energiesystem Thüringen 2040“ maßgeblich beteiligt.

EAST 2019 – Kongressprogramm

EAST Energy And Storage Technologies am 16./17.09.2019 in Erfurt:

Kongressprogramm

Weitere Informationen zur EAST sowie den Ticketshop finden Sie HIER.

Die Kläranlage ist aufgrund ihrer leistungsfähigen elektrischen Infrastruktur für den Betrieb der Elektrolyse geeignet.

Referenten der EAST Energy And Storage Technologies am 16./17.09.2019 in Erfurt (30): Vortrag über Kläranlagen als Schnittstelle der Energiewende

Die Kläranlage ist aufgrund ihrer leistungsfähigen elektrischen Infrastruktur für den Betrieb der Elektrolyse geeignet.

Sebastian Büttner: Weiterhin kann der entstehende Wasserstoff zum einen im Rahmen der Mobilität genutzt werden, aber auch über die Rückverstromung zu geeigneten Zeitpunkten wieder Elektrizität bereitstellen.

Kläranlagen, wie die abgebildete, ermöglichen, aufgrund der in Relation zur Bevölkerungszahl über das gesamte Bundesgebiet verteilten Kläranlageninfrastruktur, ein dezentrales System zur lokalen Stabilisierung und Entlastung der Stromnetze. Foto: PIXABAY

Am 16./17. September 2019 startet die erste EAST Energy And Storage Technologies exhibition & conference im CongressCenter der Erfurter Messe.

In loser Folge interviewt im Vorfeld AKTUELLES Redner, die in den verschiedenen Workshops mit ihren Themen zum Gelingen der EAST beitragen.

Heute gelten die Fragen Sebastian Büttner, der im Workshop Sektorübergreifendes Energiemanagement über Kläranlagen als Schnittstelle der Energiewende berichtet.

Herr Büttner, Sie arbeiten als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Bauhaus-Universität Weimar. In diesem Zusammenhang gehören Sie dem Bauhaus-Institut zukunftsweisende Infrastruktursysteme (b.is). Mit welchen Kernbereichen beschäftigt sich das b.is ?

Das Bauhaus – Institut für zukunftsweisende Infrastruktursysteme verknüpft die maßgeblichen Infrastrukturbereiche Abfall- bzw. Ressourcenwirtschaft, Siedlungswasserwirtschaft, Verkehrssysteme und Mobilität sowie Energiewirtschaft und erforscht diese und ihre Verknüpfbarkeit vor dem Hintergrund einer zukunftsfähigen Betreibbarkeit. Neben technischen Lösungen sind dabei auch immer die volkswirtschaftlichen Belange mit im Fokus.

In welchen Arbeitsfeldern sind Sie tätig?
Im Rahmen meiner Tätigkeit beschäftige ich mich mit Herausforderungen an der Schnittstelle zwischen Siedlungswasserwirtschaft, Energiewirtschaft und Verkehr, wobei die energiewirtschaftliche Sicht auf die Siedlungswasserwirtschaft derzeit im Vordergrund steht.

Nennen und erläutern Sie kurz ihre aktuellen Forschungsprojekte.
Die Professur Urbane Energiesysteme bearbeitet derzeit die Forschungsprojekte LocalHy, Sektorlyseur und H2-Well.
Im Rahmen des vom BMBF geförderten LocalHy-Projektes wird die umfängliche Nutzung der Elektrolyseprodukte Wasserstoff und Sauerstoff auf kommunalen Kläranlagen untersucht.
Das durch die Thüringer Aufbaubank geförderte Projekt Sektorlyseur setzt sich mit der Entwicklung eines kompakten Druckelektrolyseurs zum Einsatz auf der Gebäude- und Quartiersebene auseinander.
Durch die im Rahmen des WIR!-Programmes durch die BMBF geförderte H2-Well-Initiative sollen die nächsten Schritte zu einer dezentralen, grünen Wasserstoffwirtschaft initiiert werden. Dafür sind sowohl Demonstrations- als auch F&E-Vorhaben geplant, die die Potentiale in der Region zwischen Main und Elbe aufzeigen.

Zur EAST Energy And Storage Technologies exhibition & conference am 16. und 17. September 2019 im CongressCenter der Erfurter Messe werden Sie als Referent im Workshop Sektorübergreifendes Energiemanagement über Kläranlagen als Schnittstelle der Energiewende berichten.

Erläutern Sie dies kurz.

Wie bereits oben kurz beschrieben, erarbeiten wir im Projekt LocalHy die Möglichkeiten des Einsatzes der Elektrolyse auf kommunalen Kläranlagen. Diese bieten den Vorteil, sowohl für den entstehenden Wasserstoff als auch für den Sauerstoff Nutzungsoptionen bereitzuhalten.

Der Wasserstoff kann zum einen im Rahmen der Mobilität genutzt werden aber auch über die Rückverstromung zu geeigneten Zeitpunkten wieder Elektrizität bereitstellen.

Für den Sauerstoff wird derzeit der Einsatz in der biologischen Reinigungsstufe untersucht, wodurch die üblicherweise eingesetzten Gebläse substituiert werden können.

Zudem ist die Nutzung in der sogenannten vierten Reinigungsstufe zur Entfernung von Mikroschadstoffen wie bspw. Arzneimittelrückständen möglich. Die Kläranlage ist zudem aufgrund ihrer leistungsfähigen elektrischen Infrastruktur für den Betrieb der Elektrolyse geeignet.

Außerdem verfügen die Betreiber von Kläranlagen über das, im Umgang mit Gefahrstoffen sowie technischen Anlagen, geschulte Personal.

Können Kläranlagen somit die Stabilisierung und Entlastung von Stromnetzen leisten?

Aufgrund der in Relation zur Bevölkerungszahl über das gesamte Bundesgebiet verteilten Kläranlageninfrastruktur ermöglicht das dargestellte dezentrale System die lokale Stabilisierung und Entlastung der Stromnetze.

Bewerten Sie abschließend die Bedeutung der Sektorkopplung im Gesamtkontext der Energiewende.

Ohne Sektorkopplung wird die Energiewende nicht erfolgreich umgesetzt werden können.

Kurzvita

Werdegang:

1998 – 2002

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig, Studium der Energietechnik, Abschluss als Dipl.-Ing. (FH) Energie- und Versorgungstechnik 

2002 – 2006

Technische Universität Dresden, Studium der Umwelttechnik, Abschluss als Diplomumwelttechniker (Dipl. UWT)

2006 – 2007

Dresdner Grundwasserforschungszentrum e.V. (DGFZ), wissenschaftlicher Mitarbeiter 

2007 – 2010

IBU-tec advanced materials AG, Projektingenieur

 

2010 – 2015

Bauhaus-Universität Weimar, Professur Siedlungswasserwirtschaft, wissenschaftlicher Mitarbeiter

2015 – heute        

Bauhaus-Universität Weimar, Professur Urban Energy Systems, wissenschaftlicher Mitarbeiter

Arbeitsfelder:

Integrierte Energiesysteme

Wasserstoffwirtschaft

Verfahrens- und Umwelttechnik

Der Wärmesektor wurde lange Zeit im Zuge der Energiewende nicht beachtet

Referenten der EAST Energy And Storage Technologies am 16./17.09.2019 in Erfurt (29): Vortrag über die Thermobatterie

Der Wärmesektor wurde lange Zeit im Zuge der Energiewende nicht beachtet

Fabian Hoppe: Dabei benötigen wir über 60% des Gesamtenergiebedarfes zum Heizen. Diese Menge kann nicht durch Stromspeicher abgedeckt werden, hier brauchen wir andere Speichertypen.

Am 16./17. September 2019 startet die erste EAST Energy And Storage Technologies exhibition & conference im CongressCenter der Erfurter Messe. In loser Folge interviewt im Vorfeld AKTUELLES Redner, die in den verschiedenen Workshops mit ihren Themen zum Gelingen der EAST beitragen. Heute gelten die Fragen Fabian Hoppe, Prokurist der H.M. Heizkörper & Co. KG, Dingelstädt, der im Workshop Sektorübergreifendes Energiemanagement über die Thermobatterie berichtet.

Herr Hoppe, seit der Lehre 1999 arbeiten sie für die H.M. Heizkörper GmbH & Co. KG. Welche wichtigen Erfahrungen haben Sie in den letzten 20 Jahren durch den Beginn der Energiewende gemacht und welche Änderungen haben Sie in ihrer täglichen Arbeit erlebt?

Gab es vor 20 Jahren fast nur den Faktor „Kosten & Verbrauch“, ist die Fragestellung der heutigen Kundschaft anders: Energieträger, Energieeinsparung, Effizienz, CO₂-Ausstoß sind die Schlagworte, mit der sich heute der Endkunde – glücklicherweise – beschäftigt.

Hier kann man mit innovativen Produkten punkten. Die bringen die Industrie – also auch uns – voran. Neue Produkte müssen auf diese neuen Anforderungen hin entwickelt und zur Marktreife gebracht werden.

Junge Menschen beschäftigen sich auch durch schnell verfügbare Informationen und technische Erklärungen besser mit der Materie. Das gab es vor 20 Jahren nicht, hier war der Installateur ausschlaggebend und empfahl Produkte.

Heute – im Zuge der Energiewende – will der Endkunde wenigstens mitbestimmen, wenn nicht sogar bestimmen, wie er sein Domizil beheizen will. Eine Entwicklung die man gutheißen kann, auch wenn viel Verunsicherung herrscht.

Seit 2016 sind Sie Vorstandsvorsitzender des ThEEN e.V. Welchen Aufgaben hat sich der ThEEN e.V. verschrieben und welche Themen bilden aktuelle Schwerpunkte?

Die ursprüngliche Idee bestand darin, die verschiedenen Branchenverbände, Solar, Wind, Biogas, Erdwärme und Wasserkraft, in einer Schnittstelle zu bündeln. Das ist uns, denke ich, in den vergangenen 3 Jahren gut gelungen.

Nun steht es an, die Mitglieder untereinander zu vernetzen und Projekte zu generieren. Aktuelle Schwerpunkte sind in Taskforces ausgegliedert; im Moment sind die Taskforce Wind und Taskforce Wärme die aktivsten.

Können Sie bitte einen Überblick aktueller Projekte des ThEEN e.V. geben?

Zwei öffentlich sichtbare Projekte sind im Moment angelaufen:

Smood: Ziel von smood ist die Etablierung eines ganzheitlichen Systems zur Erhöhung der Energieeffizienz im Bestandsquartier. Umgesetzt wird es mit der Entwicklung des Quartiers zu einem Quellen- und Verbraucherverbundsystem mit der Realisierung eines hohen lokalen Nutzungsgrades Erneuerbarer Energien durch geeignete Speicher- und Steuerungstechnologien.

Zorro: »ZO.RRO« das Forschungsprojekt „Zero Carbon Cross Energy System“ unter Konsortialführung der TU Ilmenau setzt hier an und erprobt am Beispiel von Thüringen, stellvertretend für Regionen mit ähnlicher Struktur, wie Erzeuger und Verbraucher in einem optimalen System interagieren.

Fokussiert wird auf Multi-Sparten-Energieversorgung, Bereitstellung erneuerbarer elektrischer Energie und CO₂-freie Erbringung von Systemdienstleistungen. Dies ermöglicht eine CO₂-neutrale industrielle Produktion und Partizipation aller Beteiligten an der energetischen Wertschöpfung. Das bedeutet konkret: die Industrie, das Gewerbe und die Energiewirtschaft auch in Thüringen können davon profitieren. Es ist der Weg zu einer systemischen Energiewende.

In beiden Projekten sind wir als Partner beteiligt. Letzteres wird intensiv durch den ThEEN e.V. bespielt, wir haben hier extra das Personal um 2 Personen aufgestockt. ZO.RRO ist ein Thüringer Verbundprojekt mit sieben Kooperationspartnern und wird gefördert durch das Bundeswirtschaftsministerium und das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz.

Können Sie, als Beispiele, einige Mitglieder des ThEEN e.V. benennen?

Wir haben eine breit gefächerte Mitgliederstruktur aus Unternehmen, Bildungseinrichtungen, etc. Bekannte Unternehmen wie Enercon und JenaBatteries sind vertreten, wir sind aber auch stolz, zahlreiche kleinere Unternehmen als Mitglied zu haben, die genauso innovativ und kompetent sind.

Zur EAST Energy And Storage Technologies exhibition & conference am 16. und 17. September 2019 im CongressCenter der Erfurter Messe werden Sie als Referent im Workshop Sektorübergreifendes Energiemanagement über die Thermobatterie berichten. Mit der Thermobatterie kann Wärme langfristig gespeichert und emissionsfrei geheizt werden. Können Sie dies kurz erläutern? 

Die einfachste Version ist, glaube ich, der altbekannte Taschenwärmer mit dem gleichen Funktionsprinzip: Salz aufkochen, abkühlen lassen und bei Bedarf durch Kristallisation die Wärme zurückholen.

Wir haben das Ganze im Maßstab erhöht und einen aufwändigen Wärmetauscher in einer Edelstahlkonstruktion entworfen, aber das Prinzip bleibt das gleiche: Energie wenn möglich aus Überkapazitäten auffangen, das Natriumacetat-Trihydrat schmelzen bis die unterkühlte Schmelze abgeschlossen ist und dann speichern, bis die Energie wieder gebraucht wird – ohne sie zwischenzeitlich zu verlieren.

Welche Relevanz besitzt die langfristige Wärmespeicherung sowie das emissionsfreie Heizen, ihrer Meinung nach, im Gesamtkontext der Energiewende? 

Der Wärmesektor wurde lange Zeit im Zuge der Energiewende nicht beachtet. Dabei benötigen wir über 60% des Gesamtenergiebedarfes zum Heizen. Diese Menge kann nicht durch Stromspeicher abgedeckt werden, hier brauchen wir andere Speichertypen. Zum anderen sind Heizungen langfristige Anschaffungen mit durchschnittlichen Laufzeiten von 25 -30 Jahren. Wenn wir die Klimaziele 2040/2050 schaffen wollen, können wir nicht erst 2035 anfangen, diese Heizsysteme einzubauen, sondern wir müssen umgehend anfangen.

Denn jede herkömmlich errichtete Anlage, basierend auf der Verbrennung von Öl oder Gas, wird unsere Bilanz noch in 20 Jahren beeinflussen – weil sie dann noch läuft!

Somit müssen wir jetzt schon über die Integration von Wärmespeichern, Power-to-Heat und Reduzierung der Emissionen sprechen und vor allem auch handeln.

Lösung gibt es schon. Wie unsere Thermobatterie.

Die Thermobatterie der H.M. Heizkörper GmbH & Co. KG. Bilder: H.M. Heizkörper GmbH & Co. KG.

Kurzvita – Fabian Hoppe

  • Geboren am 16. Januar 1980 in Leinefelde
  • Schulabschluss 1998 Abitur
  • Kaufmännische Lehre bis 2002 bei H.M. Heizkörper
  • ab 1999 ununterbrochen im Unternehmen bei H.M. Heizkörper
  • ab 2012 Prokurist
  • ehrenamtlich Vorstandsmitglied im Theen e.V. seit Gründung 2013
  • Vorstandsvorsitzender im Theen e.V. seit 2016

Wenn die Menschen nicht freiwillig in den Spiegel schauen, dann muss er ihnen entgegengehalten werden.

ERFURT KONKRET:

“Wenn die Menschen nicht freiwillig in den Spiegel schauen, dann muss er ihnen entgegengehalten werden.”

40 Jahre Kabarett “Die Arche” – Festwochenende vom 06. bis 08. September 2019/ AKTUELLES-Interview mit Harald Richter,
Geschäftsführer und künstlerischer Leiter

Harald Richter. Foto: Lutz Edelhoff

Harald, wunderbar, dass wir heute Gelegenheit haben, miteinander dieses Interview zu führen, hier am Spielort des Kabaretts “DIE ARCHE“. Du bist hier Geschäftsführer, aber auch anderweitig, beispielsweise als Regisseur tätig. 40 Jahre “DIE ARCHE“, wie steht es um das Kabarett in Erfurt?

Das Kabarett gibt es noch, das ist die gute Nachricht vorweg.

Was mich ebenfalls sehr freut ist, dass wir dieses Jubiläum 40 Jahre jetzt auch sehr groß aufziehen konnten. Mit einem Neujahrsempfang, mit Höhepunkten jeden Monat, bei denen wir Sonderformate auf die Bühne gebracht haben und jetzt mit unserem Festwochenende vom 6. bis 8. September 2019.

Das Tolle daran ist, dass wir sehr viele Rückmeldungen erhalten, und daran merke ich auch eine Wertschätzung in der Öffentlichkeit. Sprich, dass die Medien mitmachen, dass der OB zur langen Nacht des Kabaretts kommt und der Ministerpräsident am Sonntag zu unserem Abend mit der Nerly-Bigband.

Das Wichtigere ist aber, dass wir nach wie vor regelmäßig Publikum hier haben und dass die Leute weiterhin in unser Haus kommen, in Zeiten wo Politik vor allem hier im Osten die Menschen so massiv spaltet. Noch vor 10 Jahren ist das einfacher gewesen als jetzt.

Braucht Kabarett Wertschätzung heutzutage oder braucht es generell Wertschätzung? Ist Kabarett heute notwendig?

Bevölkerung zu spiegeln, Menschen zu spiegeln, Schalk, Spaßmacher oder Spiegel einer Nation zu sein, das ist meines Erachtens nach immer nötig. Wenn die Menschen nicht freiwillig in den Spiegel schauen, dann muss er ihnen entgegengehalten werden.

Darüber hinaus kommt unser Publikum grundsätzlich auch gern, um einfach mal abzulachen. Lachen ist als Vorgang einfach auch etwas, was entkrampft und den Kopf frei macht. Insofern brauchen wir es grundsätzlich immer noch und immer wieder.

Wertschätzung wiederum braucht es auch, wenn ich Kultur in einer Stadt betreibe. Jede Art von Kultur, die in Erfurt betrieben wird, braucht Wertschätzung, weil man dann das Gefühl hat, dass es Sinn macht, dass wir hier sind.

Wertschätzung heißt somit nicht nur finanzielle Bereitstellung, sondern auch, dass man als Bestandteil der Stadtgesellschaft gesehen und wahrgenommen wird. Kann man es so vielleicht zusammenfassen?

Ja. 

Abzulachen im Sinne eines Ventils, sprich dass Dampf aus dem Kessel kommt oder dass man sich einfach wohlfühlt?

Es beinhaltet Beides. Dampf ablassen als Ventilfunktion ist sicherlich nach wie vor auch eine Funktion von Kabarett. Ebenso, dass bestimmte Statements abgegeben werden, die sich die Menschen vielleicht nicht trauen würden in dieser Art zu äußern oder wo sie einfach „Ja, richtig!“ sagen bzw. denken. Das ist der eine Effekt.

Der andere Effekt ist, einfach mal Loslassen zu können. Sich durch Höhen und Tiefen von Politik sowie Gesellschaft führen zu lassen und dabei natürlich herzhaft zu lachen, weil etwas lächerlich gemacht oder auf die Schippe genommen wird.

Dann nutze ich die Gelegenheit und gratuliere zu 40 Jahre “DIE ARCHE“. Erfolgreich, dass sieht und hört man auch.

Wie lange machst du jetzt schon bei “DIE ARCHE“ mit?

Ich bin im Jahr 2000 dazu gekommen. Somit bin ich jetzt seit 19 Jahren dabei. Ich habe also knapp die Hälfte der Zeit und auch des Erfolgs mitgestaltet und miterlebt.

Du bist aber auch noch in anderen kulturellen Bereichen tätig. Was machst du, vielleicht mal kurz illustriert, darüber hinaus noch?

Ich bin von Beruf eigentlich Regisseur. Das Management mache ich auch, aber das ist nur eine Seite.

Die andere Seite ist die Künstlerische. Ich bin von Haus aus Schauspielregisseur und habe mich inzwischen auch auf Puppentheater und Kabarett spezialisiert.

Ich mache aber nach wie vor auch große Schauspielinszenierungen, wenn es sich ergibt.

In Erfurt gibt es den Erfurter Theatersommer e.V. Das ist eine Künstlervereinigung von mehreren Kollegen und da bin ich seit vielen Jahren sehr aktiv als Regisseur. Wir beleben die Stadt Jahr für Jahr mit mehreren Neuinszenierungen vor allem im Sommer, aber auch im Winter. Dann gibt es noch das kleine und feine Sommerfestival in Tiefurt, bei diesem bin ich künstlerischer Leiter. 

Sollte man das Schauspiel in Erfurt wieder neu etablieren?

Ich finde Initiativen diesbezüglich immer gut. Alles, was den Standort kulturell nach vorn bringt, bringt uns letztendlich alle nach vorn.

Auf der anderen Seite sehe ich dann immer uns und da bin nochmal bei dem Thema Wertschätzung. Wir machen mit dem Theatersommer seit fast 20 Jahren hier in Erfurt Theater und die Wertschätzung fehlt sowohl finanziell als auch inhaltlich. Da kommt einfach nichts. Weder unser Kulturdirektor noch der OB sind jemals in irgendeiner Inszenierung des Theatersommers gewesen, und wir haben immerhin jährlich ca. 20000 Zuschauer.

Der „Höhepunkt“ diesbezüglich war für mich die Premierenwoche von Dracula. Während unser OB auf unsere Einladung nicht mal reagierte, war er während unserer Endproben zur Eröffnung des DM-Marktes um die Ecke. Dies sind die Prioritäten in Erfurt.

Dass die freie Kunst, in unserem Fall das freie Theater, ebenso wichtig und wertvoll ist wie das subventionierte, das scheint bei den Verantwortlichen in Erfurt leider immer noch nicht angekommen zu sein.

Du erzähltest, dass du auch Puppentheaterinszenierungen machst. Deine liebe Frau ist eine sehr bekannte Puppenspielerin – Christiane Weidringer. Ihr Beiden seid sehr erfolgreich und ihr wart gerade erst wieder unterwegs in Süddeutschland, wobei die Resonanz sehr gut war.

Ja. Wir haben jetzt mit der Inszenierung der Zauberflöte für uns auch so einen kleinen Quantensprung vollzogen, weil wir da wirklich etwas Neues gemacht haben.

Eine Zauberflöte in dieser Fassung gibt es noch nicht. Auch die Entscheidung, mit den Puppenbauern Barbara und Günter Weinhold aus Berlin erstmalig zusammenzuarbeiten, war richtig und hat der Sache einen riesigen Schub gegeben.

Die Zauberflöte ist einfach eine tolle Fassung geworden und Christiane kommt in diesem Stück auch so richtig zur Geltung. 

Ja, sie spielt mit Leidenschaft. Ich hatte die Ehre und Gelegenheit im vergangenen Jahr auf der Tiefurter Ilminsel eure Zauberflöte miterleben zu dürfen. In der Region, ob Erfurt oder Weimar, hört man auch viel davon. Das ist eine unwahrscheinlich große Resonanz. Gratulation!

Wird es in dieser Richtung in den nächsten Jahren weitergehen?

Ja, natürlich wird das weitergehen. Aber noch sind wir mit der Zauberflöte beschäftigt. Innerhalb der vergangenen 60 Vorstellungen hat sich dieses Stück noch weiterentwickelt.

Es ist somit nicht mehr dasselbe wie zu Beginn. Nein, die Zauberflöte ist jetzt noch viel besser!

Also ein richtiges Kunstwerk?

Ja, sie ist wirklich ein komplexes und komplettes Kunstwerk.

Wir hatten vor kurzem in Leipzig eine wunderschöne Aufführung im Gartentheater Abtnaundorf, dabei ist gleich ein Folgeauftritt für uns „herausgesprungen“.

Somit ist noch einmal richtig was passiert und natürlich wird es da weitergehen. Jetzt müssen wir aber erst mal die ganzen Anfragen abarbeiten.

Man kann wirklich nur gratulieren und sich freuen, wenn wir Gelegenheit haben, darüber nochmal zu sprechen bzw. das Ergebnis zu sehen. Vielen Dank für das kleine Gespräch, lieber Harald!

Ich habe aber eins vergessen. Ich muss einfach auch nochmal auf die Erfurter Apostelgemeinschaft verweisen, bei der du Mitglied bist. Vielleicht kannst du mir mal in einem Satz sagen, was für dich die Veranlassung war, der Gemeinschaft beizutreten?

Die Veranlassung war zunächst Hannes Stappel. Er ist auch Mitglied der Apostelgemeinschaft und schon seit Jahrzehnten sowohl mit dem Kabarett „DIE ARCHE“ als auch dem Erfurter Theatersommer verbunden.

Er ist auch Förderer der Einrichtungen.

Es war somit eine persönliche Ansprache, dich dafür zu gewinnen?

Ja. Er fragte mich irgendwann, ob ich Interesse an der Erfurter Apostelgemeinschaft hätte. Er erzählte mir ein bisschen, allerdings war damals die Terminsuche schwierig, um ein erstes gemeinsames Treffen zu organisieren.

Erfreulicherweise ist die Apostelgemeinschaft dann zur Weihnachtsgeschichte von Charles Dickens (der einzigen Inszenierung, bei der ich mitspiele!) gekommen. Danach haben wir zusammengesessen und so fing es an.

Danke für dieses Interview, lieber Harald!

Der Waidspeicher in Erfurt, Spielort des Kabaretts DIE ARCHE. Foto: DIE ARCHE

Kurzvita

Harald Richter ist Jahrgang 1970, er lebt und arbeitet als freiberuflicher Regisseur seit vielen Jahren in Erfurt. Seine Inszenierungen für das Kabarett „DIE ARCHE“ sowie für den „Erfurter Theatersommer“ sind bei einem breiten Publikum bekannt und beliebt. Seit Sommer 2014 ist er künstlerischer Leiter des „Sommertheater Tiefurt“. Seit 2016 Mitglied der Erfurter Apostelgemeinschaft.Seit 2017 Geschäftsführer und künstlerischer Leiter des Erfurter Kabaretts DIE ARCHE.

Direktvermarktung wird zum Standard: Digitale Abwicklung unter 15 Minuten.

Referenten der EAST Energy And Storage Technologies am 16./17.09.2019 in Erfurt (28):

Direktvermarktung wird zum Standard: Digitale Abwicklung unter 15 Minuten.

Anastasia Bestmann: Wir haben uns den Prozess genau angeschaut und ihn standardisiert sowie vor allem digitalisiert.

Am 16./17. September 2019 startet die erste EAST Energy And Storage Technologies exhibition & conference im CongressCenter der Erfurter Messe.

In loser Folge interviewt im Vorfeld AKTUELLES Redner, die in den verschiedenen Workshops mit ihren Themen zum Gelingen der EAST beitragen.

Heute gelten die Fragen Anastasia Bestmann, die im Workshop IKT / Digitale Vernetzung intelligenter Speicher über Direktvermarktung wird zum Standard: Digitale Abwicklung unter 15 Minuten berichtet.

Frau Bestmann, Sie waren von 2014 bis 2018 Innovationsmanagerin der Energie Baden-Württemberg AG. Welche Projekte haben Sie in dieser Zeit betreut?

Am Anfang ging es darum überhaupt Innovationsprozesse und Tools und vor allem auch ein Mindset zu etablieren. Ich habe anschließend Projekte begleitet, aus denen heutige E-Mobility Lösungen, EnBW Smart Audit oder das EnBW Solar+ hervorgingen. Natürlich hatten wir auch einige Flops, aus denen wir vieles lernen konnten, wie zum Beispiel das Thema Smart Home oder Energie Consulting.

Seit 2018 sind Sie für den Vertrieb der Interconnector GmbH in Nord- und Ostdeutschland zuständig. Die Interconnector GmbH ist das virtuelle Kraftwerk der EnBW AG. Erläutern Sie dies kurz.

Das Virtuelle Kraftwerk ist die Antwort der EnBW auf die Dezentralität der Energiewende, indem es kleinteilige Erzeuger und Verbraucher von Erneuerbarer Energie mit den Energiemärkten vernetzt.

Das Virtuelle Kraftwerk ist mit seiner digitalen Plattform, dem Interconnector energyhub, ein erfahrener Partner für die Direktvermarktung selbst kleinster Anlagen. Über die digitale Plattform und das angebundene Service-Portal können Anlagenbesitzer und Installateure alle Vorgänge rund um die Direktvermarktung einfach und übersichtlich handhaben.

Zu den Partnern zählen neben klassischen „White Label“-Lösungen für Stadtwerke auch verschiedene Hersteller, Großhändler, Projektierer und auch Installateure.

Zur EAST Energy And Storage Technologies exhibition & conference am 16. und 17. September 2019 im CongressCenter der Erfurter Messe werden Sie als Referentin im Workshop IKT / Digitale Vernetzung intelligenter Speicher über Direktvermarktung wird zum Standard: Digitale Abwicklung unter 15 Minuten berichten. Hierbei geht es um die Direktvermarktung von Strom. Erklären Sie dies kurz. 

Viele haben aus unserer Erfahrung Vorurteile gegenüber der mühsamen und unübersichtlichen Antragsstellung zur Direktvermarktung. Außerdem sind oftmals die Bedenken groß, dass die Zusatzerlöse durch die Direktvermarktung zu gering sind, als dass sich die Investition in die Fernsteuereinrichtung lohnen würde. Deswegen haben wir uns den Prozess genau angeschaut und ihn standardisiert sowie vor allem digitalisiert. Dies erlaubt es uns, Anlagen schneller in die Direktvermarktung zu bringen und die Abwicklung für alle Beteiligten enorm zu erleichtern.

Warum würde sich die Direktvermarktung von Strom  für Kunden lohnen?

Nach wie vor gilt, dass Anlagenbetreiber durch die gesetzliche Regelung kein finanzielles Risiko tragen, sondern im Gegenteil einen Zuschlag bekommen. Das bedeutet, dass auch wenn die Börsenpreise schwanken, die Erlössteigerung im Vergleich zur herkömmlichen EEG-Vergütung durch das Marktprämienmodell garantiert ist.

Dies gilt auch für Bestandsanlagen oder Anlagen mit Eigenverbrauch – mit uns sogar bereits ab Anlagen größer 60 kWp.

Welche Erzeugungsanlagen können in die Strom Direktvermarktung?

Wir vermarkten alle Anlagenarten (Solar, Wind, Wasser, Biogas, KWK). Über unser Online-Formular und dem integrierten Erlösrechner können die jeweiligen Vermarktungsentgelte berechnet werden.

(Direktvermarktungsangebot anfordern)

Bewerten Sie abschließend die Rolle von virtuellen Kraftwerken im Gesamtkontext der Energiewende.

Die Pflicht zur Direktvermarktung wurde in den letzten Jahren immer weiter abgesetzt und liegt aktuell bei Anlagen größer 100 kWp, was sich unserer Meinung nach auch noch weiter absetzten wird.

Das bedeutet, dass die Direktvermarktung in Zukunft eine immer wichtigere Rolle einnimmt, insbesondere wenn man die Kleinstanlagen mitbedenkt, die in den nächsten Jahren aus dem EEG fallen und somit keine staatliche Vergütung mehr erhalten.

Deswegen ist die Digitalisierung der Prozesse und eine schlanke Abwicklung im Hintergrund der einzige Weg, damit die Vermarktung zum Standard wird.

Kurzvita

Anastasia Bestmann studierte technisch orientierte BWL an der Universität Stuttgart und University of Birmingham mit den Schwerpunkten Innovationsmanagement und Energietechnik.

Noch während des Studiums arbeitete sie bei Bosch im Innovationsmanagement im Bereich Diesel Motors und bei PriceWaterhouseCoopers im Bereich Capital Markets.

Nach der Teilnahme am EXIST-Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, startete sie 2014 als Innovationsmanagerin bei der Energie Baden-Württemberg AG in Stuttgart.

Dort begleitete sie mehrere Projekte, unter anderem im Bereich E-Mobility, Demand Side Management, Energiemanagement und Energieeffizienz Audit von Entstehung bis zur Reifung.

Seit 2018 übernimmt sie den Vertrieb für die Interconnector GmbH, das virtuelle Kraftwerk der EnBW, in der Region Ost und Nord.