Im Umfeld von Jena soll ein zukunftsorientiertes, nahezu autarkes Wohngebiet geschaffen werden, das die Ruhe und Freiheit von Randlagen nutzt und infrastrukturell an die Zentren angegliedert wird.

Referenten der EAST Energy And Storage Technologies am 16./17.09.2019 in Erfurt (2): Vortrag über “Energiespeicher – Vom Smarten Quartier zum Smarten Village”

Im Umfeld von Jena soll ein zukunftsorientiertes, nahezu autarkes Wohngebiet geschaffen werden, das die Ruhe und Freiheit von Randlagen nutzt und infrastrukturell an die Zentren angegliedert wird.

Gunar Schmidt: Die Vision eines Smart Village wird als Chance zur Weiterentwicklung der Zusammenarbeit für die Stadt Jena und dem Landkreis gesehen.

Am 16./17. September 2019 startet die erste EAST Energy And Storage Technologies exhibition & conference im CongressCenter der Erfurter Messe. In loser Folge interviewt im Vorfeld AKTUELLES Redner, die in den verschiedenen Workshops mit ihren Themen zum Gelingen der EAST beitragen. Heute gelten die Fragen Gunar Schmidt, der im Workshop IKT / Digitale Vernetzung intelligenter Speicher über “Energiespeicher – vom Smarten Quartier zum Smarten Village” berichtet.

Herr Schmidt, Sie verfolgen als Jenaer Stadtwerke die Vision von einem Smart Village. Wie entstand diese?

Die Stadtwerke Jena Gruppe steht in der Stadt und der Region Jena traditionell in der Rolle eines Rundumversorgers, denn in dieser

Unternehmensgruppe liegen die Kompetenzen Energie, Wohnen, Mobilität, Freizeit und weitere Dienstleistungen in einer Hand.

So entstand die Vision von einem Smart Village: Im Umfeld von Jena soll ein zukunftsorientiertes, nahezu autarkes Wohngebiet geschaffen werden, das die Ruhe und Freiheit von Randlagen nutzt und infrastrukturell an die Zentren angegliedert wird.

Im Smart Village werden die Themen der Energieversorgung, schnelle Internetanbindung und Mobilitätskonzepte miteinander vernetzt.

Dabei werden smarte Lösungen des Wohnens, der Gesundheit, des Einkaufens, der Logistik und der Bildung implementiert.

Hierzu stehen die Stadtwerke im engen Austausch mit dem Saale Holzlandkreis, um dort die Potenziale zu nutzen.

Die Vision eines Smart Village wird als Chance zur Weiterentwicklung der Zusammenarbeit für die Stadt Jena und dem Landkreis gesehen.

Über welche Zeiträume denken Sie die Entwicklung eines Smart Village?

Die Abstimmungen zur Umsetzung eines Smart Village durch die Standortwahl ist nicht kurzfristig realisierbar.

Um jedoch die Prozesse für das Smart Village bereits heute zu erproben, ist die Idee für das konkrete Projekt Smartes Quartier Jena-Lobeda entstanden.

Dabei handelt es sich um eine grundhafte Sanierungsmaßnahme eines Plattenbaus aus den 1980er Jahren, welche mit digitalen Services für das Quartier erweitert wird.

Das Projekt Smartes Quartier Jena-Lobeda wird im Zeitraum Q1/2019 bis Q4/2021 realisiert werden.

Gibt es abgegrenzte Etappen auf diesem Weg?

Das Projekt unterteilt sich in drei Bauabschnitte. Dadurch können wir Erkenntnisse aus Prozessen des ersten Bauabschnittes in die folgenden Bauabschnitte einfließen lassen. Das Ziel der Projektbeteiligten ist es, die Erkenntnisse aus dem smarten Quartier Jena-Lobeda in den ländlichen Raum und weitere Teile von Jena zu übertragen.

Inwieweit spielen moderne Speicher-Konzepte in Ihren Überlegungen eine Rolle?

Die Vision eines zukunftsorientierten Smart Village beinhaltet Komponenten der Energieerzeugung und Speicherung. Für das konkrete Projekt Smartes Quartier prüfen wir derzeit den Einsatz von Speicherlösungen.

Haben Sie Unterstützung seitens der Thüringer Landesregierung?

Das Thüringer Wirtschaftsministerium hat Jena zur Modellregion für Digitalisierungsprojekte ernannt und hat für das Projekt Smartes Quartier Unterstützung zugesagt. Dabei haben wir insbesondere die Unterstützung durch die Staatssekretärin Valentina Kerst.

Kurzvita

Familienstand: verheiratet, 2 Kinder (5 und 14 Jahre)

Studium der Wirtschaftswissenschaften – Vertrieb und Marketing

Studium der Ingenieurwissenschaften – Energie Betriebsmanagement

2002 – 2007

Ohra Hörselgas GmbH, Stellvertretender Leiter Versorgungsbereich Netze

2007 – 2013

Stadtwerke Tübingen GmbH, Leiter Technischer Service

seit 2013

Mitglied im DVGW Arbeitskreis „Betriebsführung Gasverteilung“

 

2013 – 2016

Stadtwerke Energie Jena Pößneck GmbH, Bereichsleiter Technisches Management (Netze und Erzeugung)

seit 2015

Lehrauftrag an der Technischen Hochschule Bingen, Thema: „Strategisches Asset Management für Energie- und Wasseranlagen“

seit 2017

Stadtwerke Jena Netze GmbH, Geschäftsführer

Leiter des Notfall- und Krisenstabes der Stadtwerke Jena

Mitglied im Vorstand Gas der DVGW Landesgruppe Mitteldeutschland

Der zentrale Erkenntnisgewinn besteht darin, dass Mitteldeutschland bereits eine Fülle von unterschiedlichen Akteuren und eine sich hieraus ergebende Innovationskraft besitzt.

Referenten der EAST Energy And Storage Technologies am 16./17.09.2019 in Erfurt (1): Vortrag über den Kompetenzatlas zu Chancen und Entwicklungen grüner Gase in Mitteldeutschland

Der zentrale Erkenntnisgewinn besteht darin, dass Mitteldeutschland bereits eine Fülle von unterschiedlichen Akteuren und eine sich hieraus ergebende Innovationskraft besitzt.

Christian Bender: Auch im Bereich der Energiespeicher hat Mitteldeutschland bereits einige Kompetenzträger vor Ort.

Am 16./17. September 2019 startet die erste EAST Energy And Storage Technologies exhibition & conference im CongressCenter der Erfurter Messe. In loser Folge interviewt im Vorfeld AKTUELLES Redner, die in den verschiedenen Workshops mit ihren Themen zum Gelingen der EAST beitragen.

Heute gelten die Fragen Christian Bender, der im Workshop Finanzierungen, Start-ups, rechtliche Rahmenbedingungen, internationale Zusammenarbeit Gase über den aus Anlass des 17. Mitteldeutschen Energiegespräches derzeit erstmals vorgelegten Kompetenzatlas “Die Gaswirtschaft im 21. Jahrhundert – Chancen und Entwicklungen grüner Gase mit dem Fokus auf Mitteldeutschland”, einer Kurzstudie mit deskriptiver Beschreibung künftiger Infrastrukturentwicklungen, berichtet.

Herr Bender, Sie haben an der Universität Hamburg Sozialökonomie und an der Universität Leipzig Volkswirtschaftslehre studiert. Ihre Schwerpunktfächer waren hierbei Finanzpolitik und Wirtschaftspolitik. Wie kam es zu dieser Wahl?

Während meines Studiums in Hamburg und Leipzig habe ich gemerkt, dass Wirtschaftspolitik uns alle betrifft: Mit dem Nachhall der Finanzkrise von 2009, der aufkommenden Eurokrise und der sich daraus ergebenden Schuldenkrise war zwar klar, dass staatliches Eingreifen erforderlich ist. Dessen Umfang und Richtung war jedoch Gegenstand einer mitunter hitzigen Diskussion. Dies fasziniert mich bis heute. Insbesondere die Finanzpolitik ist hierbei hervorzuheben. Neben dem allokativen Charakter hat mich bereits früh die distributive Komponente interessiert. Die Art und Weise, wie beispielsweise Steuersysteme oder Konjunkturprogramme ausgestaltet sind, prägen die Einkommens- und Vermögensverteilung massiv. Dies hat wiederum Auswirkungen auf alle Bürgerinnen und Bürger und beeinflusst diese in Ihrem Alltag.

Seit Februar 2019 sind Sie wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kompetenzzentrum für kommunale Infrastruktur Sachsen (KOMKIS) an der Universität Leipzig.

Wo liegen ihre Forschungsschwerpunkte?

Meine derzeitigen Forschungsschwerpunkte liegen in der kommunalen Verkehrsinfrastruktur, wie auch im Bereich der Kommunalfinanzen.

Dies ist jedoch nur ein Teilaspekt der Arbeit am KOMKIS. Wir beschäftigen uns unter anderem mit Demografieentwicklungen, der Digitalisierung, Fördermittelprogrammen, der Vergabepraxis, interkommunaler Kooperation und kommunaler Infrastrukturbeschaffung.

Gegenwärtig, mit dem Braunkohle-Ausstieg, hat die Infrastrukturentwicklung zusätzliche Präferenz erhalten. Inwieweit ist man aus Ihrer Sicht vor Ort für die anstehenden Aufgaben gerüstet.

Die Ausgestaltung der öffentlichen Infrastruktur ist seit jeher ein neuralgischer Faktor. Dabei ist dies ein Sammelbegriff für unterschiedliche öffentliche Leistungen, wie beispielsweise der Schul- und Kitainfrastruktur, Digitalisierung und smarter Infrastruktur, oder auch der Verkehrsinfrastruktur.

Dies sind Themen, welche wir überdies am KOMKIS bearbeiten.

Für die Braunkohleregionen bedeutet der Ausstieg einen tiefgreifenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel. Diesen gilt es zu gestalten. Von der Wirtschaftsförderung, über die öffentliche Daseinsvorsorge bis hin zur Ausweitung von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und überregionalen Kooperationen sind die Vorschläge heterogener Natur.

Die Herausforderung besteht darin, all diese Maßnahmen aufeinander abzustimmen und für die Region ein tragfähiges und sofern möglich ein konsensorientiertes Modell zu entwickeln.

Sie sind federführend an der Erstellung des erstmals vorgelegten Kompetenzatlasses “Die Gaswirtschaft im 21. Jahrhundert – Chancen und Entwicklungen grüner Gase mit dem Fokus auf Mitteldeutschland”, einer Kurzstudie mit deskriptiver Beschreibung künftiger Infrastrukturentwicklungen, beteiligt, was ist in wenigen Worten Ihre Erkenntnis?

Der zentrale Erkenntnisgewinn besteht darin, dass Mitteldeutschland bereits eine Fülle von unterschiedlichen Akteuren und eine sich hieraus ergebende Innovationskraft besitzt. Es bedarf jedoch einer bundeslandübergreifenden, verstärkten Kooperation und Vernetzung.

Der erstmalig erstellte Kompetenzatlas wird durch Sie zur EAST Energy And Storage Technologies exhibition & conference im Workshop Finanzierungen, Start-ups, rechtliche Rahmenbedingungen, internationale Zusammenarbeit der Fachöffentlichkeit vorgestellt. Wo sehen Sie hierbei die Parallelen zur Energiespeicherthematik und welche Impulse können Sie vermitteln?

Auch im Bereich der Energiespeicher hat Mitteldeutschland bereits einige Kompetenzträger vor Ort. Ob die Energiewende gelingen kann, wird nicht zuletzt dadurch determiniert, inwieweit Energiespeicherproblematiken gelöst werden können. Hierzu ist es notwendig, wirtschaftliche Rahmenbedingungen entsprechend dergestalt zu setzen, dass einerseits Forschung und Entwicklung gefördert und andererseits die Umsetzung in den Markt vorangebracht werden kann.

Erstmals wird für den mitteldeutschen Raum eine Kurzstudie mit deskriptiver Beschreibung künftiger Infrastrukturentwicklungen
(Kompetenzatlas) erarbeitet und in diesem Monat vorgelegt. Unter technologischen, versorgungs-, und umweltpolitischen Gesichtspunkten werden gegenwärtige Neuerungsprozesse beschrieben. Dies ist relevant, um die Kompetenzen Mitteldeutschlands im Bereich der Forschung zu innovativen grünen Gasen und Wasserstoff einordnen zu können. Die Studie steht kurz vor Fertigstellung. Über sie soll zur EAST informiert werden. Federführend um Christian Bender sind als weitere Autoren Stefan Bergander, Projektmanagement HYPOS e. V., Jana Liebe, Geschäftsführerin ThEEN, Rainer Otto, Geschäftsführer Vi-Strategie GmbH, Lukas Rohleder, Geschäftsführer energy Saxony e. V., Dr. Oliver Rottmann, Geschäftsführender Vorstand Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e. V. an der Universität Leipzig und Ann-Christin Stück, Projektleiterin Vi-Strategie GmbH, tätig.

Kurzvita

Akademische Bildung

08/2018 – 12/2019 

European Studies Erasmus Program

Norwegian University of Science and Technology, Norwegen
Inhalt: Governing Europe, Contesting Europe, European Economic Policy

10/2016 – 02/2019  

Studium der Volkswirtschaftslehre (Economics)
Abschluss: Master of Science, Schwerpunkt: Economic Policy (M.Sc.)

Universität Leipzig, Deutschland; Schwerpunktfächer: Finanzwissenschaft, Wirtschaftspolitik, Ökonometrie; Thesis: Austerität und Ungleichheit in Europa – Eine Finanzpolitische Analyse

10/2013 – 07/2016  

Studium der Sozialökonomie Abschluss : Bachelor of Arts (B.A.)

Universität Hamburg, Deutschland; Schwerpunktfächer: Wirtschaftspolitik, Geld- und Finanzpolitik; Thesis: Eine Analyse eines Trennbankensystems aus der Perspektive der NIÖ

08/2010 – 06/2013   

Abitur an den Berufsbildenden Schulen Winsen (Luhe), Berufliches Gymnasium Wirtschaft

Berufserfahrung

seit 02/2019

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kompetenzzentrum für kommunale Infrastruktur Sachsen (KOMKIS), Universität Leipzig

Forschungsschwerpunkte: Kommunalfinanzen, Kommunale Infrastruktur
Forschungsinteresse: Europäische Wirtschafts- und Fiskalpolitik

09/2017 – 10/2017 

Behörde für Wirtschaft, verkehr und Innovation der Freien und Hansestadt Hamburg (BWVI)

Grundsatzreferat Allgemeine Wirtschaftspolitik

10/2017 – 08/2018

Studentische Hilfskraft am Kompetenzzentrum für kommunale Infrastruktur Sachsen (KOMKIS), Universität Leipzig


projektrelevante Veröffentlichungen und Projekte (aktuelle Auswahl)

Rottmann, Oliver / Tyufekchieva, Kristina / Bender, Christian (2019): Liberalisation in Europe. Report for the rail, electricity and postal sectors in Germany, in: Bauby, Pierre (Edt.):

The effects of the liberalization of public services. Services of general interest. Study for the GUE.

ARGOS Wirtschaftsmagazin veröffentlicht einen Artikel über die EAST Energy And Storage Technologies exhibition & conference

Den Artikel über die EAST Energy And Storage Technologies exhibition & conference finden Sie bitte auch in der jüngsten Ausgabe des ARGOS Wirtschaftmagazins.

Wir wollen als eine in Mitteldeutschland verankerte Diskussions- und Präsentationsplattform Impulsgeber und Treiber für Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik sein.

Wir wollen als eine in Mitteldeutschland verankerte Diskussions- und Präsentationsplattform Impulsgeber und Treiber für Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik sein.

 

Interview mit Michael Kynast, Geschäftsführer der Erfurter Messe GmbH, über die “EAST Energy And Storage Technologies” exhibition & conference

Sehr geehrter Herr Kynast, in der Vergangenheit fand auf der Erfurter Messe schon eine Veranstaltung im Energiebereich statt. Können Sie diese bitte noch einmal reflektieren?

Die Messe Erfurt hat tatsächlich schon einige Erfahrungen mit Veranstaltungen zum Thema Energie und regenerative Energien. Von 2012 bis 2015 organisierten wir gemeinsam mit zahlreichen Partner, u.a. mit dem BWE Landesverband Thüringen und Lorenz Kommunikation, die Wind.Energie Mitteldeutsche Branchentage. In der Spitze stellten 50 Unternehmen aus ganz Deutschland in unseren Messehallen aus. An den zwei Veranstaltungstagen wurde in z.T. über 40 Vorträgen und Gesprächsrunden über die Energiewende und den weiteren Weg referiert sowie diskutiert. Auf diese Erfahrungen und bereits bestehende Kontakte können wir nun für die „EAST“ zurückgreifen. Die Energiewende und Themen um regenerative Energien haben sich zu einem über die ganze Gesellschaft erstreckenden Thema entwickelt. Wir wollen mit unserer Kongressmesse die ganzheitliche Betrachtung voranbringen und alle sich darum gruppierenden Fragestellungen – wirtschaftliche, wissenschaftliche, technische und rechtliche- für die teilnehmenden Unternehmer praxisorientiert darstellen.

Letztes Jahr ist der Gedanke für diese neue Energiemesse entstanden. Wie kam es dazu?

Wir beschäftigen uns, wie bereits erwähnt, schon seit geraumer Zeit mit dem Energiethema. In den letzten Jahren ging in einigen Sektoren der Energiebranche die Entwicklung rasant weiter, in anderen nicht. Wir glauben, dass es ohne eine Lösung zur effizienten Speicherung von Energie keine wirkliche Umsetzung der angestrebten Energiewende geben kann. Darauf aufbauend lag es nahe, ein Veranstaltungskonzept zu entwickeln, das eben genau diese für uns entscheidende Lücke zum Thema schließt und zwar nicht nur bezogen auf einen möglichen Lösungsansatz, wie z.B. das Thema Batterie, sondern in der ganzheitlichen Betrachtung. Die Umsetzung haben wir dann mit unseren Partnern der Kongressmesse „EAST“ in Angriff genommen.

Was steckt hinter dem Namen „EAST“?

Mit dem Namen „EAST“ haben wir eine markante Abkürzung für „Energie And Storage Technologies“ geprägt, mit der man nicht nur im deutschsprachigen Raum zukünftig einen Markennamen mit dem Thema Energiespeichertechnologien in Verbindung bringen soll und, davon bin ich fest überzeugt, auch wird.

Das Logo der „EAST“ ist farblich sehr ausdrucksstark und ein echter „Eye-Catcher“. Welche Idee verbirgt sich dahinter?

Da haben sie Recht. Hinter der Gestaltung unseres „EAST“-Logos steht die Struktur eines Kohlenstoffatoms. Die Form und die Darstellung der Bindungsstrukturen ergaben relativ schnell eine Grundidee.  Die Farbgebung soll die 4 Hauptmöglichkeiten zur Energiegewinnung wiederspiegeln: Wasser, Wind, Sonne und Gas. Die Farbabweichungen in verschiedene Richtungen kann man als Kombination von zwei Elementen verstehen. Sie sehen, wir versuchen auch hier bereits Brücken zwischen verschiedenen Elementen darzustellen, auch wenn es sie vielleicht in der Praxis noch nicht gibt.

Aus welchen Gründen haben Sie sich für das Thema Energiespeicher entschieden?

Die Umsetzung der integrierten Energiewende benötigt innovative Energiespeicher-Konzepte. Davon sind wir überzeugt. Weltweit wird hierzu geforscht, entwickelt und der fachliche Austausch gesucht.

Das gilt auch für den mitteldeutschen Raum, der bereits seit Längerem sehr dynamisch zur Energiespeicher-Thematik Impulse setzt. Er wurde in der Vergangenheit aber noch zu wenig als Energiespeicherregion vernetzt und wahrgenommen.  Das wollen wir mit der „EAST“ ändern und einen gemeinsamen Diskurs leistungsstarker regionaler und überregionaler Partner organisieren. 

Welche kurz-, mittel- und langfristigen Ziele verfolgt die „EAST“?

Wir wollen als eine in Mitteldeutschland verankerte Diskussions- und Präsentationsplattform Impulsgeber und Treiber für Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik sein. Im Rahmen der am 16. und 17. September 2019 stattfindenden „EAST“ werden wir u.a. die in der Region vorhandenen Kompetenzen aufzeigen und neue Wege der Zusammenarbeit erkunden. Mit der Präsentation von Best-Practice-Beispielen aus allen Bereichen der Speichertechnologie soll sich die „EAST“ zur Leitmesse für Anker-Produkte und –Firmen entwickeln und die zentrale Veranstaltung der Energiewirtschaft für Mitteldeutschland werden. Dies auch mit einem internationalen Anspruch.

Mit der Durchführung im Jahresrhythmus wollen wir über die Energiewirtschaft hinaus wichtige Impulse und innovative Akzente für die wirtschaftliche Entwicklung der Region setzen.

An welche Zielgruppe richtet sich die „EAST“?

Die „EAST“ fungiert als Dialog-Plattform für Wissenschaftler, Entwickler und Praktiker. Wir richten uns an Energieversorger, insbesondere Stadtwerke und Betreiber von erneuerbaren Energieanlagen, Netzbetreiber und Energiehandelsgesellschaften, Hersteller und Betreiber von PV-, Windkraft- und Biogas-Anlagen/ Pumpspeicherwerke und Hersteller von Speicherlösungen. Das Interesse bekundet haben mittlerweile auch Wohnungsunternehmen, Startups, Wissenschaft, Forschung & Entwicklung sowie Fachinstitute sowie Vertreter der Landes- und Kommunalpolitik. Dies ist nur ein kleiner Auszug der potentiellen Interessenten, spiegelt aber das breite Interesse in unserer Gesellschaft an einer Lösung der Speicherproblematik wieder. 

Mit welchen Partnern arbeiten Sie bei der „EAST“ zusammen?  

Wir arbeiten schon von der Entwicklung der ersten Ideen bis zur Erstellung der Konzeption der Kongressmesse „EAST“ außerordentlich eng und vertrauensvoll mit Rainer Otto, Geschäftsführer Vi-Strategie GmbH, einem ausgewiesenen Fachmann und Kenner der Energiebranche, zusammen. Er ist deutschlandweit bestens vernetzt und ein sehr guter Partner in der Entwicklung des Kongress- und Ausstellungsprogrammes. Des Weiteren konnten wir Herrn Prof. Dr. Ulrich S. Schubert von der  Friedrich-Schiller-Universität Jena für die Idee und das Konzept der „EAST“ begeistern und für eine Zusammenarbeit gewinnen. Mit ihm haben wir einen Spezialisten im Bereich der Batterieentwicklung/ -speicherung im Team, der durch seine wissenschaftliche Arbeit bei der Entwicklung neuer Speichermedien unser Team optimal vervollständigt.

Wird es neben der Messeausstellung noch weitere Angebote geben?

Die „EAST“ ist mit ihrem Konzept keine reine Messe. Das Kernstück soll der Wissenstransfer im Rahmen von Workshops an beiden Veranstaltungstagen sein. Wir werden hier interessante Diskussionen und Fachvorträge präsentieren. Hinzukommt eine Abendprogramm zum Netzwerken in entspannter Atmosphäre. Wir freuen uns auf eine Vielzahl von Fachbesuchern und Ausstellern zur „EAST Energy And Storage Technologies“ am 16. und 17. September 2019 im CongressCentrum der Messe Erfurt. 

Vielen lieben Dank!

Das CongressCenter der Erfurter Messe. Foto: B.N.

Vita

Verheiratet, 4 Kinder

11/1982 – 02/ 1987
Studium an der Hochschule für Ökonomie in Berlin, Abschluss: Diplom-Ökonom
Fachrichtung: Außenwirtschaft,Spezialisierung: Internationale ökonomische Beziehungen
03/1987 – 10/2002
Bereichsleiter der Leipziger Messe GmbH, verantwortlich für alle bau- und handwerksbezogenen Messen und Industriemessen
11/2002 – 08/2011
Geschäftsführer der Event- und Messegesellschaft Chemnitz mbH, Aufbau der neuen Messe Chemnitz und Neuaufbau des Veranstaltungsprogramms
08/2011 – 11/2016
Geschäftsführer der C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren mbH, zuständig für die Geschäftsbereiche Messen und Veranstaltungen, Sport sowie Finanzen/Verwaltung
seit 12/2016
Geschäftsführer der Erfurter Messe GmbH

Neue Messeveranstaltung in Erfurt: EAST – ENERGY AND STORAGE TECHNOLOGIES / Start SEPTEMBER 2019

Neue Messeveranstaltung in Erfurt:

EAST – ENERGY AND STORAGE TECHNOLOGIES / Start SEPTEMBER 2019

 

Für die Umsetzung der Integrierten Energiewende bedarf es innovativer Energiespeicher-Konzepte. Weltweit wird hierzu geforscht und entwickelt. Das gilt auch für den mitteldeutschen Raum, der sich seit Längerem sehr dynamisch als Energiespeicher-Region präsentiert.

Dieser Entwicklung soll mit einer eigenständigen Plattform Rechnung getragen werden, der “EAST – ENERGY AND STORAGE TECHNOLGIES exhibition & conference”, auf der im gemeinsamen Diskurs mit leistungsstarken Partnern vorhandene Kompetenzen aufgezeigt und neue Wege in die Zukunft erkundet werden.

Sie knüpft an den Innovations- und Gründergeist vergangener Jahrhunderte an, ist weltoffen sowie Impulsgeber  & Treiber für Entwickler und Anwender und prägt als jährliche Leistungsschau maßgeblich den Charakter der Energiespeicher-Region Mitteldeutschland.

Als Tagung und Fachausstellung schlägt sie auf besondere Art und Weise über Thüringen hinaus den Bogen zwischen Forschung und Praxis. Wissenschaftler, Entwickler und Praktiker denken gemeinsam auf Basis des aktuellen Stands von Wissenschaft und Technik über Speicherkonzept-Lösungen nach, erörtern Geschäftsideen und -modelle sowie in puncto Nutzbarkeit energierechtliche, technische und finanzielle Erfordernisse:

  1. Neue Technologien 
  2. IKT/ Digitale Vernetzung intelligenter Speicher
  3. Sektorübergreifendes Energiemanagement
  4. Start-ups, Finanzierungen, rechtliche Rahmenbedingungen, internationale Zusammenarbeit

Die “EAST – ENERGY AND STORAGE TECHNOLOGIES exhibition & conference” fungiert als medienübergreifende Dialog-Plattform und damit als Resonanzboden, Motivator und Impulsgeber in die Gesellschaft sowie die Politik.

Mehr Informationen zur EAST finden Sie im nachfolgenden Flyer (Bitte blättern):

17. Mitteldeutsches Energiegespräch:
Ein voller Erfolg

17. Mitteldeutsches Energiegespräch:

Ein voller Erfolg

Vi-Strategie GmbH, Gründer der Mitteldeutschen Energiegespräche, lud zum ersten „MDEG-Spezial” ein / zahlreiche Teilnahme verdeutlichte erneut den stetigen Erfolg der Gesprächsreihe

Seit mittlerweile 7 Jahren gibt es das Mitteldeutsche Energiegespräch (MDEG). Im Oktober 2012 fand das erste MDEG mit dem Titel „Energiewende – Segen oder Fluch?“ in Erfurt statt. Seitdem hat sich die Gesprächsreihe nicht nur innerhalb Mitteldeutschlands etabliert.

Das MDEG hat es sich zur Aufgabe gemacht hat, rundum das Thema Energiewende einen Beitrag zu leisten. Ziel der Gesprächsreihe ist es dabei, Plattform und Anreiz zur Auseinandersetzung mit Energiethemen in der mitteldeutschen Region zu sein und dem Engagement öffentliches Gewicht zu verleihen. Ziel ist es ebenfalls, ein mitteldeutsches Netzwerk, getragen durch Fachkompetenz, Gestaltungswillen und Einflussnahme zu prägen.

Das erste „MDEG-Spezial“ bildete den Auftakt der Gesprächsreihe 2019. Unter dem Titel „Ein Fossiler im Wandel?- Die Gaswirtschaft im 21. Jahrhundert!“.
Zu Beginn der Veranstaltung wurden alle Teilnehmer durch Prof. Rayan Abdullah begrüßt, der als Ordentliches Mitglied der HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst der Leipziger Baumwollspinnerei eine Willkommensansprache hielt. Im Anschluss daran begann die Podiumsdiskussion zwischen Dr. Patrick Graichen, Direktor Agora Energiewende, Ulf Heitmüller, CEO VNG AG, Jörg Müller, CEO ENERTRAG AG und Ina Stevens, Geschäftsführerin EBISUblue – Büro für internationale Ingenieurdienstleistungen. Sie diskutierten angeregt über das Thema des Abends. Als Moderator führte Rainer Otto, Geschäftsführer der Vi-Strategie GmbH, eloquent durch die Diskussion. Aber auch das Auditorium beteiligte sich mit klugen Diskussionsbeiträgen und Fragen an der Debatte. So richtete beispielsweise Herr Dr. Andreas Stute, Partner bei Weißkopf Rechtsanwälte, mehrfach seine Fragen direkt an die Podiumsteilnehmer und regte damit zum Nachdenken an.

Nach dem Ende der Talkrunde wurde beim gemeinsamen Abendessen die Gelegenheit für Networking oder aber auch für intensive Einzelgespräche durch alle Beteiligten genutzt.

Mit über 100 Teilnehmern war die Veranstaltung sehr gut besucht. Die Atmosphäre der HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst der Leipziger Baumwollspinnerei verlieh der Veranstaltung ihren persönlichen Charme.

Jenen, die sich in letzter Minute doch noch entschuldigten beziehungsweise im Vorhinein bereits ihre Verhinderung signalisierten, aber auch dem Gesamtkreis der Eingeladenen wird ein Blick vielfältiger Impressionen in die Galerie des 17. MDEG auf der Homepage www.mitteldeutsches-energiegespräch.de und auf dem Energy-Channel Vi-Strategie GmbH in YouTube https://www.youtube.com/channel/UCmDUgVhefzR3qktkRLLmtEg empfohlen.

Die Vi-Strategie GmbH bedankt sich herzlich bei

allen Teilnehmern!

 

17. Mitteldeutsches Energiegespräch
am 04. April 2019 in Leipzig

17. Mitteldeutsches Energiegespräch am 20. November 2018 in Leipzig

“Ein Fossiler im Wandel? – Die Gaswirtschaft im 21. Jahrhundert!”

Das 17. Mitteldeutsche Energiegespräch analysiert die Gaswirtschaft im 21. Jahrhundert, insbesondere die Chancen und Entwicklungen grüner Gase mit dem Fokus auf Mitteldeutschland in einem ersten “MDEG–Spezial” der Gesprächsreihe.

Im Fokus der Veranstaltung steht keine “Nabelschau” der Branche, sondern die Widerspiegelung der aktuellen Debatte um die Zukunft der Gaswirtschaft im Kontext der Energiewende und zugleich die Identifizierung von Impulsgebern im mitteldeutschen Raum.

Angestrebt wird eine Diskussion vor dem Hintergrund der internationalen Situation. Parallel wird begleitend zum Thema des 17. MDEG ein mitteldeutscher Kompetenzatlas in Form einer deskriptiven Kurzstudie erarbeitet.

Podiumsgäste:

Thorsten Herdan, Abteilungsleiter II für Energiepolitik – Wärme und Effizienz des BMWi

Dr. Patrick Graichen, Direktor Agora Energiewende

Ulf Heitmüller, CEO VNG AG

Jörg Müller, CEO ENERTRAG AG

Ina Stevens, Geschäftsführerin EBISUblue – Büro für internationale Ingenieurdienstleistungen

Moderation:

Rainer Otto, Geschäftsführer Vi-Strategie GmbH  

Zeit: 04. April 2019, 19:00 Uhr (Einlass: 18:00 Uhr)

Ort: HALLE 14 – Zentrum für zeitgenössische Kunst, Leipziger Baumwollspinnerei, Spinnereistraße 7, 04179 Leipzig

Thema: “Ein Fossiler im Wandel? – Die Gaswirtschaft im 21. Jahrhundert!

Nähere Einzelheiten zum Gespräch sowie den organisatorischen Ablauf entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Diesen können Sie HIER ansehen.

Weitere Informationen zur Gesprächsreihe finden Sie bitte auch auf www.mitteldeutsches-energiegespräch.de.

Für die freundliche Unterstützung des 17. Mitteldeutschen Energiegesprächs danken die Organisatoren:

Zuordnung der Fernwasserleitung Elbaue-Ostharz an sächsische und sachsen-anhaltinische Gemeinden weitgehend bestätigt

Zuordnung der Fernwasserleitung Elbaue-Ostharz an sächsische und sachsen-anhaltinische Gemeinden weitgehend bestätigt

Bundesverwaltungsgericht in Leipzig erklärt die Zuordnung der Geschäftsanteile an der Fernwasser Elbaue-Ostharz GmbH für weitgehend rechtmäßig/Langjährige Vermögensauseinandersetzung beendet

Während der Verhandlung vor dem 10. Senat mit dessen Vorsitzenden und zugleich Präsidenten des Bundesverwaltungsgerichtes Prof. Dr. Klaus Rennert. Foto: ML Consulting, Leipzig

Urteil beendet jahrelange Rechtsunsicherheit und schafft somit wichtige Voraussetzungen für die weitere Entwicklung der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH, was für das Wasserdargebot im Versorgungsdreieck Planbarkeit, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit von großer Bedeutung ist.

Michael Ludwig, Consultant/Rechtsanwalt, ML Consulting, Leipzig und Rainer Otto, Geschäftsführer Vi-Strategie GmbH, Erfurt. Foto: L.Z.

Die Zuordnung der Geschäftsanteile an der Fernwasser Elbaue-Ostharz GmbH an sächsische und sachsen-anhaltinische Gemeinden wird durch das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig bestätigt.

Damit endet eine langjährige Vermögensauseinandersetzung (siehe Pressemitteilung).

 

ML Consulting, Leipzig und Vi-Strategie GmbH, Erfurt haben einige der beteiligten Kommunen beraten und an der Gerichtsverhandlung im BVG Leipzig teilgenommen.

 

Von dieser Stelle herzlichen Glückwunsch, denn damit steht einer Übernahme der Anteile zumindest soweit nichts mehr im Wege.

 

Auf die Gesellschaft und die “neuen” Gesellschafter kommt jetzt einiges an Arbeit zu. Während der bevorstehenden Feiertage finden Sie vielleicht schon etwas Zeit und Ruhe, um insoweit strategische Überlegungen anstellen zu können.

Das Gebäude des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig. Foto: BVG

Bundesverwaltungsgericht

Pressemitteilung Nr. 88/2018 vom 12.12.2018

Zuordnung der Fernwasserleitung Elbaue-Ostharz an sächsische und sachsenanhaltinische Gemeinden weitgehend bestätigt

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat heute entschieden, dass die Zuordnung der Geschäftsanteile an der Fernwasser Elbaue-Ostharz GmbH an sächsische und sachsen-anhaltinische Gemeinden weitgehend rechtmäßig ist.

Die Fernwasser Elbaue-Ostharz GmbH (GmbH) ist 1990 aus dem VEB Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz entstanden. Sie betreibt eine Fernwasserleitung, mit der zahlreiche sächsische und sachsen-anhaltinische Gemeinden mit Frischwasser versorgt werden. 1993 beantragten die Städte Leipzig und Halle für sich und weitere von der GmbH versorgte Gemeinden die Zuordnung von Anteilen an der GmbH. 1994 veräußerte die Treuhandanstalt 51 % der Anteile der GmbH an die Klägerin zu 3 und 49 % an die Länder Sachsen und Sachsen-Anhalt, die diese treuhänderisch für die von der GmbH mit Frischwasser versorgten Gemeinden halten sollten. 1995 lehnte die Beklagte die Zuordnungsanträge ab. Auf die Klage der Stadt Halle hin hob das Bundesverwaltungsgericht 2005 den diese betreffenden Teil der Ablehnungsbescheide auf. In der Folgezeit nahm die Beklagte die Ablehnungsbescheide im Übrigen zurück und legte 2010 anhand der 1990 bezogenen Frischwassermengen den Umfang der Zuordnungsansprüche der von der GmbH versorgten Gemeinden fest. Mit Bescheid vom 25. Januar 2016 ordnete die Beklagte schließlich die Anteile an der GmbH den Gemeinden zu, die ihrer Ansicht nach fristgemäße Anträge auf Zuordnung gestellt hatten. Im Übrigen ordnete sie die Anteile an der GmbH den Städten Leipzig und Halle zu.

Das Verwaltungsgericht hat den Zuordnungsbescheid aufgehoben, soweit er die von der Treuhandanstalt an die Klägerin zu 3 veräußerten Anteile betrifft. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Entscheidung des Verwaltungsgerichts geändert und die Klage weitgehend abgewiesen. Rechtsgrundlage für die Zuordnung der Anteile der Fernwasser Elbaue-Ostharz GmbH durch Bescheid ist § 4 Abs. 2 Satz 1 des Kommunalvermögensgesetzes i.V.m. § 1 Abs. 4 des Vermögenszuordnungsgesetzes. Dem steht nicht entgegen, dass die Anteile an der GmbH 1994 veräußert wurden. Denn die Veräußerungsverträge enthalten einen wirksamen Zuordnungsvorbehalt, der die aus dem Kommunalvermögensgesetz folgende Befugnis der Beklagten erhält, die Anteile an der GmbH an die Gemeinden durch Hoheitsakt zuzuordnen. Soweit das Verwaltungsgericht wirksame und fristgemäße Anträge der von der GmbH versorgten Gemeinden auf Zuordnung festgestellt hat, ist das Urteil daher zu ändern und die Klage abzuweisen. Im Ergebnis richtig ist das Urteil, soweit es die Zuordnung geringer Anteile antragsloser Gemeinden beanstandet. Für die Zuordnung dieser Anteile an die Städte Leipzig und Halle gibt es keine Rechtsgrundlage.

Urteil vom 12. Dezember 2018 – BVerwG 10 C 10.17 –

Vorinstanz: VG Berlin, 29 K 67.16 – Urteil vom 26. Januar 2017 –

Gelungene Auftaktveranstaltung der Leipziger LBBW-Podiumsdiskussion “Talk im Turm @Energie.net” beschäftigt sich mit zentralem Thema der Integrierten Energiewende

Gelungene Auftaktveranstaltung der Leipziger LBBW-Podiumsdiskussion “Talk im Turm @Energie.net” beschäftigt sich mit zentralem Thema der Integrierten Energiewende

Geschäftsführer Vi-Strategie GmbH moderiert in der European Energy Exchange AG spannende Tour d´Horizon über “Speichermedien in der Energiewende”

 

“Talk im Turm” ist der Auftakt zu einer neuen Veranstaltungsreihe der LBBW zum Thema Energie, zu der die Landesbank voraussichtlich einmal im Jahr nach Leipzig einladen wird. “Ziel der Veranstaltung”, so in der Einladung, “ist es, eine Diskussionsplattform für die verschiedenen Akteure der Energiewende zur Verfügung zu stellen und miteinander sowie Sektor übergreifend ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns sehr diesen ersten ´Talk im Turm´ mit Hilfe der EEX-Gruppe durchführen zu können.” Die Veranstaltung, in den Räumen der European Energy Exchange AG am 20. September 2018 vom Geschäftsführer der Vi-Strategie GmbH moderiert, war eine spannende Tour d´Horizon über “Speichermedien in der Energiewende“.

Umweltverträglichkeit, Wirtschaftlichkeit/Bezahlbarkeit, Versorgungssicherheit und Akzeptanz, so lässt sich das Zieldreieck der Energiewende als Zielviereck beschreiben. Damit der Erfolg der Energiewende anhält, müssen gemeinsam mit Wirtschaft und Politik Bürger an einem Strang ziehen – möglichst mit Energieprojekten, von denen alle profitieren. Die nächste Phase der Energiewende wird die Bürger stärker als heute berühren.

Zugleich muss sich die Energiewende, so wie es die jüngst veröffentlichte Studie der Deutschen Energie-Agentur fordert, zur “Integrierten Energiewende” wandeln. Ein ganzheitlicher Ansatz über die verschiedenen volkswirtschaftlichen Sektoren wird verlangt, Grundsatzentscheidungen zur Energieinfrastruktur, zum künftigen Mobilitätskonzept sowie im Immobilienbereich werden angemahnt.

Das bietet viele Chancen für die Treiber der Energiewende. Verkehrs-, Energie- und IT-Infrastruktur sind insgesamt deutlich intensiver über die Sektoren integriert zu planen und die Abgaben- sowie Steuersystematik stärker an den Energiewendezielen auszurichten.

In 2017 wurde in Europa zum ersten Mal mehr Strom aus Wind, Sonne und Biomasse als durch Kohle erzeugt. Dieser Trend soll und wird sich fortsetzen. So strebt beispielsweise die Bundesregierung bis 2030 einen Ökostrom-Anteil von 65 Prozent in Deutschland an; bis 2050 soll die Energieproduktion Deutschland nahezu CO₂-neutral aus erneuerbaren Energiequellen erfolgen. Dabei könnte sich der Strombedarf bis 2050 nahezu verdoppeln. Als Folge müsste die Kapazität der Windkraft- und Photovoltaikanlagen auf ein Fünf- bis Siebenfaches anwachsen.

Beide Energieformen, Wind- und Sonnenenergie, sind nicht kontinuierlich verfügbar und bedürfen daher erheblicher Speicherkapazitäten. Vielerorts wird generell über Speicher-Konzepte nachgedacht, die mitunter sogar bereits im Praxistest erprobt werden.

In der EEX des MDR Towers in Leipzig fand die Auftaktveranstaltung der LBBW-Podiumsdiskussion “Talk im Turm @Energie.net” statt. Foto: Dominik Probst.


Im Film-Interview nach der Podiumsdiskussion “Talk im Turm @Energie.net“ v. l. n. r.: Peter Kröger, Bereichsleiter Unternehmenskunden Region Ost der LBBW, Rainer Otto, Geschäftsführer der Vi-Strategie GmbH, und Thoma Christian Schulz, Bereichsleiter Infrastruktur und Transportfinanzierungen der LBBW. Den Film können Sie in Kürze im YouTube-Energy-Channel Vi-Strategie GmbH sehen. Foto: ALUMATEL.

So versuchen beispielsweise Stadtwerke, über Wärmespeicher-Konzepte die Fahrweise ihrer Kraftwerke zu optimieren und dabei zugleich Voraussetzungen für den Einsatz grüner Gase zu schaffen, und Flächenversorger sammeln Erfahrungen beim Einsatz von Batterie-Speichern im Rahmen von Regelenergie-Konzepten.

Solar- und Windanlagenbauer kreieren für ihre Kunden Geschäftsmodelle, die Speicher-Konzepte berücksichtigen, und Kavernen-Betreiber für grüne Gase.

Die Liste der Speicher-Projekte ist umfangreich und wird, den derzeitigen energierechtlichen Rahmen außer Acht lassend, durch Geschäftsidee, Geschäftsmodell, technische Erfordernisse sowie Stand von Wissenschaft und Technik bestimmt.

Selbst die Leipziger Strombörse EEX ist beteiligt und sieht regulatorischen, marktlichen und technischen Handlungsbedarf.

Das Thema “Speichermedien in der Energiewende” markiert somit einen gelungenen Auftakt der LBBW-Podiumsdiskussionsreihe, denn die Energiewende basiert auf Innovationen, und Speicher-Konzepte sowie Speicher liefern infolge ihrer Schnittstellenfunktion Lösungen energiewirtschaftlicher Fragestellungen und evozieren dabei zahlreiche Neuerungen, so dass die verschiedenen Facetten der Integrierten Energiewende in der LBBW-Veranstaltung erörtert werden konnten.

Nach Begrüßung durch Iris Weidinger, CFO der EEX, und Thomas Christian Schulz, Global Head of Infrastructure and Transportation Finance der LBBW, folgte seitens Jörg Müller, Gründungsvorstandsvorsitzender der ENERTRAG AG, der Einführungsvortrag zum Thema “Warum ist Wachstum von Technologien der Energiewende für viele Beteiligte so überraschend?”.

Dem interessierten Leser sei der kluge und bedenkenswerte Vortrag unter folgendem Link empfohlen: https://enertrag.org/2018/09/17/warum-ist-das-wachstum-von-technologien-der-energiewende-fuer-viele-beteiligte-so-ueberraschend/.

In der Podiumsdiskussion mit

  • Maximilian Rinck, EPEX SPOT SE
  • Hans-Ulrich Thiel, Geschäftsführer Heizkraftwerke Halle-Trotha GmbH (in kurzfristiger Vertretung von Olaf Schneider, Geschäftsführer EVH)
  • Oliver Hill, Generalbevollmächtigter und Direktor Konzernentwicklung der VNG AG
  • Udo Möhrstedt, Gründungsvorstandsvorsitzender der IBC SOLAR AG
  • Tobias Struck, Geschäftsführer der Batteriespeicher Schwerin GmbH & Co. KG

wurden die Gemeinsamkeiten, aber auch die unterschiedlichen Ansätze beim Einsatz von Speichermedien in der Energiewende deutlich.

AKTUELLES informiert hierüber im Nachgang zur Veranstaltung mit einzelnen Interviews in diesem Blog sowie mit Filmen auf dem YouTube-Energy-Channel Vi-Strategie GmbH.