Wir wollen als eine in Mitteldeutschland verankerte Diskussions- und Präsentationsplattform Impulsgeber und Treiber für Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik sein.

Wir wollen als eine in Mitteldeutschland verankerte Diskussions- und Präsentationsplattform Impulsgeber und Treiber für Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik sein.

 

Interview mit Michael Kynast, Geschäftsführer der Erfurter Messe GmbH, über die “EAST Energy And Storage Technologies” exhibition & conference

Sehr geehrter Herr Kynast, in der Vergangenheit fand auf der Erfurter Messe schon eine Veranstaltung im Energiebereich statt. Können Sie diese bitte noch einmal reflektieren?

Die Messe Erfurt hat tatsächlich schon einige Erfahrungen mit Veranstaltungen zum Thema Energie und regenerative Energien. Von 2012 bis 2015 organisierten wir gemeinsam mit zahlreichen Partner, u.a. mit dem BWE Landesverband Thüringen und Lorenz Kommunikation, die Wind.Energie Mitteldeutsche Branchentage. In der Spitze stellten 50 Unternehmen aus ganz Deutschland in unseren Messehallen aus. An den zwei Veranstaltungstagen wurde in z.T. über 40 Vorträgen und Gesprächsrunden über die Energiewende und den weiteren Weg referiert sowie diskutiert. Auf diese Erfahrungen und bereits bestehende Kontakte können wir nun für die „EAST“ zurückgreifen. Die Energiewende und Themen um regenerative Energien haben sich zu einem über die ganze Gesellschaft erstreckenden Thema entwickelt. Wir wollen mit unserer Kongressmesse die ganzheitliche Betrachtung voranbringen und alle sich darum gruppierenden Fragestellungen – wirtschaftliche, wissenschaftliche, technische und rechtliche- für die teilnehmenden Unternehmer praxisorientiert darstellen.

Letztes Jahr ist der Gedanke für diese neue Energiemesse entstanden. Wie kam es dazu?

Wir beschäftigen uns, wie bereits erwähnt, schon seit geraumer Zeit mit dem Energiethema. In den letzten Jahren ging in einigen Sektoren der Energiebranche die Entwicklung rasant weiter, in anderen nicht. Wir glauben, dass es ohne eine Lösung zur effizienten Speicherung von Energie keine wirkliche Umsetzung der angestrebten Energiewende geben kann. Darauf aufbauend lag es nahe, ein Veranstaltungskonzept zu entwickeln, das eben genau diese für uns entscheidende Lücke zum Thema schließt und zwar nicht nur bezogen auf einen möglichen Lösungsansatz, wie z.B. das Thema Batterie, sondern in der ganzheitlichen Betrachtung. Die Umsetzung haben wir dann mit unseren Partnern der Kongressmesse „EAST“ in Angriff genommen.

Was steckt hinter dem Namen „EAST“?

Mit dem Namen „EAST“ haben wir eine markante Abkürzung für „Energie And Storage Technologies“ geprägt, mit der man nicht nur im deutschsprachigen Raum zukünftig einen Markennamen mit dem Thema Energiespeichertechnologien in Verbindung bringen soll und, davon bin ich fest überzeugt, auch wird.

Das Logo der „EAST“ ist farblich sehr ausdrucksstark und ein echter „Eye-Catcher“. Welche Idee verbirgt sich dahinter?

Da haben sie Recht. Hinter der Gestaltung unseres „EAST“-Logos steht die Struktur eines Kohlenstoffatoms. Die Form und die Darstellung der Bindungsstrukturen ergaben relativ schnell eine Grundidee.  Die Farbgebung soll die 4 Hauptmöglichkeiten zur Energiegewinnung wiederspiegeln: Wasser, Wind, Sonne und Gas. Die Farbabweichungen in verschiedene Richtungen kann man als Kombination von zwei Elementen verstehen. Sie sehen, wir versuchen auch hier bereits Brücken zwischen verschiedenen Elementen darzustellen, auch wenn es sie vielleicht in der Praxis noch nicht gibt.

Aus welchen Gründen haben Sie sich für das Thema Energiespeicher entschieden?

Die Umsetzung der integrierten Energiewende benötigt innovative Energiespeicher-Konzepte. Davon sind wir überzeugt. Weltweit wird hierzu geforscht, entwickelt und der fachliche Austausch gesucht.

Das gilt auch für den mitteldeutschen Raum, der bereits seit Längerem sehr dynamisch zur Energiespeicher-Thematik Impulse setzt. Er wurde in der Vergangenheit aber noch zu wenig als Energiespeicherregion vernetzt und wahrgenommen.  Das wollen wir mit der „EAST“ ändern und einen gemeinsamen Diskurs leistungsstarker regionaler und überregionaler Partner organisieren. 

Welche kurz-, mittel- und langfristigen Ziele verfolgt die „EAST“?

Wir wollen als eine in Mitteldeutschland verankerte Diskussions- und Präsentationsplattform Impulsgeber und Treiber für Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik sein. Im Rahmen der am 16. und 17. September 2019 stattfindenden „EAST“ werden wir u.a. die in der Region vorhandenen Kompetenzen aufzeigen und neue Wege der Zusammenarbeit erkunden. Mit der Präsentation von Best-Practice-Beispielen aus allen Bereichen der Speichertechnologie soll sich die „EAST“ zur Leitmesse für Anker-Produkte und –Firmen entwickeln und die zentrale Veranstaltung der Energiewirtschaft für Mitteldeutschland werden. Dies auch mit einem internationalen Anspruch.

Mit der Durchführung im Jahresrhythmus wollen wir über die Energiewirtschaft hinaus wichtige Impulse und innovative Akzente für die wirtschaftliche Entwicklung der Region setzen.

An welche Zielgruppe richtet sich die „EAST“?

Die „EAST“ fungiert als Dialog-Plattform für Wissenschaftler, Entwickler und Praktiker. Wir richten uns an Energieversorger, insbesondere Stadtwerke und Betreiber von erneuerbaren Energieanlagen, Netzbetreiber und Energiehandelsgesellschaften, Hersteller und Betreiber von PV-, Windkraft- und Biogas-Anlagen/ Pumpspeicherwerke und Hersteller von Speicherlösungen. Das Interesse bekundet haben mittlerweile auch Wohnungsunternehmen, Startups, Wissenschaft, Forschung & Entwicklung sowie Fachinstitute sowie Vertreter der Landes- und Kommunalpolitik. Dies ist nur ein kleiner Auszug der potentiellen Interessenten, spiegelt aber das breite Interesse in unserer Gesellschaft an einer Lösung der Speicherproblematik wieder. 

Mit welchen Partnern arbeiten Sie bei der „EAST“ zusammen?  

Wir arbeiten schon von der Entwicklung der ersten Ideen bis zur Erstellung der Konzeption der Kongressmesse „EAST“ außerordentlich eng und vertrauensvoll mit Rainer Otto, Geschäftsführer Vi-Strategie GmbH, einem ausgewiesenen Fachmann und Kenner der Energiebranche, zusammen. Er ist deutschlandweit bestens vernetzt und ein sehr guter Partner in der Entwicklung des Kongress- und Ausstellungsprogrammes. Des Weiteren konnten wir Herrn Prof. Dr. Ulrich S. Schubert von der  Friedrich-Schiller-Universität Jena für die Idee und das Konzept der „EAST“ begeistern und für eine Zusammenarbeit gewinnen. Mit ihm haben wir einen Spezialisten im Bereich der Batterieentwicklung/ -speicherung im Team, der durch seine wissenschaftliche Arbeit bei der Entwicklung neuer Speichermedien unser Team optimal vervollständigt.

Wird es neben der Messeausstellung noch weitere Angebote geben?

Die „EAST“ ist mit ihrem Konzept keine reine Messe. Das Kernstück soll der Wissenstransfer im Rahmen von Workshops an beiden Veranstaltungstagen sein. Wir werden hier interessante Diskussionen und Fachvorträge präsentieren. Hinzukommt eine Abendprogramm zum Netzwerken in entspannter Atmosphäre. Wir freuen uns auf eine Vielzahl von Fachbesuchern und Ausstellern zur „EAST Energy And Storage Technologies“ am 16. und 17. September 2019 im CongressCentrum der Messe Erfurt. 

Vielen lieben Dank!

Das CongressCenter der Erfurter Messe. Foto: Barbara Neumann, unter: www.foto-thueringen.de.

Vita

Verheiratet, 4 Kinder

11/1982 – 02/ 1987
Studium an der Hochschule für Ökonomie in Berlin, Abschluss: Diplom-Ökonom
Fachrichtung: Außenwirtschaft,Spezialisierung: Internationale ökonomische Beziehungen
03/1987 – 10/2002
Bereichsleiter der Leipziger Messe GmbH, verantwortlich für alle bau- und handwerksbezogenen Messen und Industriemessen
11/2002 – 08/2011
Geschäftsführer der Event- und Messegesellschaft Chemnitz mbH, Aufbau der neuen Messe Chemnitz und Neuaufbau des Veranstaltungsprogramms
08/2011 – 11/2016
Geschäftsführer der C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren mbH, zuständig für die Geschäftsbereiche Messen und Veranstaltungen, Sport sowie Finanzen/Verwaltung
seit 12/2016
Geschäftsführer der Erfurter Messe GmbH